Mittwoch, 16. Dezember 2015

Forschung aktuell: Konzept für eine sektorenübergreifende Energiewende erarbeitet

Die Stiftung Umweltenergierecht unterbreitet rechtliche Anpassungsvorschläge zur Nutzung von Strom aus erneuerbaren Quellen im Wärme- und Verkehrssektor. 

Strom als Primärenergiequelle

Wind und Sonne werden künftig die wichtigsten Primärenergiequellen und Strom zum Hauptenergieträger auch in den Bereichen Wärme und Verkehr. Es bedarf dazu der Verschränkung der drei bislang weitgehend isolierten Energiesektoren Strom, Wärme und Verkehr. Wie eine solche Sektorenkopplung aussehen könnte, war Gegenstand des vom Bundeswirtschaftsministeriums geförderten Vorhabens „Interaktion EE-Strom Wärme Verkehr“, das die Stiftung Umweltenergierecht gemeinsam mit den Fraunhofer-Instituten für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) und Bauphysik (IBP) sowie dem Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) abgeschlossen hat. Das entwickelte Konzept beinhaltet auch eine Umgestaltung des erforderlichen Rechtsrahmens und zeigt Wege zur Erreichung der Klimaschutzziele bis zum Jahr 2050 auf.

Erheblicher rechtlicher Anpassungsbedarf

„Um die Sektorenkopplung zu ermöglichen, müssen nach den Ergebnissen des Projekts auch die rechtlichen Barrieren zwischen den Energiesektoren überwunden werden“, sagt Projektleiter Oliver Antoni, LL.M. Der derzeitige regulatorische Rahmen ist für die verschiedenen Kopplungstechnologien, wie Power-to-Heat oder Power-to-Gas, uneinheitlich und stellt insbesondere bei den Kosten des Strombezugs wirtschaftliche Hürden auf, da die staatlich induzierten Strompreisbestandteile bei den meisten Anwendungen zu zahlen sind. Die Lösungsansätze und Ergebnisse des Endberichts finden Sie hier.




© JiSign


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