Freitag, 2. Oktober 2015

Forschung aktuell: Neue EU-Architektur für Energiewende - Stiftung Umweltenergierecht erforscht europarechtliche Leitplanken der Energiewende

(Stiftung Umweltenergierecht) - Im Zeitraum bis zum Jahr 2020 wird die Europäische Union bedeutsame Weichen für die zukünftige Energiepolitik stellen, die die Jahre bis 2030 prägen werden. Diese Entscheidungen werden die bisherigen Bemühungen der EU und der Mitgliedstaaten zum Klimaschutz und Ausbau erneuerbarer Energien beeinflussen, sei es positiv oder negativ. Für eine auf Klimaschutz basierende Energieunion und eine erfolgreiche Energiewende in Deutschland ist es daher äußerst wichtig, diesen Prozess bereits in seiner Entstehung fortlaufend und systematisch rechtswissenschaftlich zu begleiten, systemische Wechselwirkungen herauszuarbeiten und frühzeitig mögliche Fehlentwicklungen aufzuzeigen. 

Neues Projekt „EU-ArchE“ gestartet 

„Vor diesem Hintergrund hat die Stiftung Umweltenergierecht am 1. Juli mit Förderung der Stiftung Mercator ein neues Forschungsvorhaben begonnen“, erklärt Projektleiter Fabian Pause, „in dem wir in den nächsten Jahren die europarechtlichen Entwicklungen analysieren und bewerten werden.“ Die Würzburger Rechtswissenschaftler beschäftigen sich dabei mit dem Verhältnis und der Zusammenarbeit zwischen der EU und ihren Mitgliedstaaten in der Energiepolitik und dem neuen Rechtsrahmen für den Ausbau erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2030. Von besonderer Bedeutung sind auch Aspekte eines Zusammenwachsens nationaler Energiemärkte und Fragen grenzüberschreitender Netzinfrastruktur. 

Verständnis für komplexe Rechtsfragen schaffen 

„Unser Ziel ist es, in Wissenschaft, Praxis und interessierter Öffentlichkeit auch fachübergreifend Verständnis und Erkenntnis für die oftmals komplexen und langwierigen europarechtlichen Zusammenhänge der Energiepolitik zu schaffen“, betont Dr. Markes Kahles, Wissenschaftlicher Referent im Europarechtsteam der Stiftung.
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