Donnerstag, 7. Mai 2015

Rückblick: 13. Würzburger Gespräche zum Umweltenergierecht – Der Rechtsrahmen für erneuerbare Energien in den Niederlanden – Ausschreibungen als Blueprint für Europa?

(Stiftung Umweltenergierecht) - Mit der Einführung von Ausschreibungen steht ab 2017 im EEG ein Systemwechsel bevor. Als die EU-Kommission in ihren neuen Umwelt- und Energiebeihilfeleitlinien Ausschreibungen als Regelfall für die Förderung der Erneuerbaren verankert hat, hat sie sich vor allem auf das niederländische Ausschreibungsmodell für erneuerbare Energien berufen. Haben die Niederlande also bereits den Blueprint für das künftige EEG und die weitere europäische Entwicklung des Förderrechts?

Dieser Fragestellung nachgehend sind die 13. Würzburger Gespräche zum Umweltenergierecht am Donnerstag, den 24. April 2015 auf große Resonanz gestoßen. Die Veranstaltung stand unter der Überschrift „Der Rechtsrahmen für erneuerbare Energien in den Niederlanden – Ausschreibungen als Blueprint für Europa?“ und fand – passend zum Thema – in der Botschaft der Niederlande in Berlin statt. Die rund 70 Teilnehmer aus beiden Ländern konnten sich in sieben Vorträgen umfassend über die Erneuerbaren-Förderung in den Niederlanden und die bevorstehende Umstellung der Förderung auf Ausschreibungen in Deutschland informieren und gemeinsame Herausforderungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln diskutieren.

Die Referenten des niederländischen Wirtschaftsministeriums, Consultants und Branchenvertreter waren gefragte Ansprechpartner rund um das seit 2012 bestehende niederländische Förderprogramm SDE+, das mit seinem wettbewerblich orientierten Preisfindungsmechanismus als Referenz für die Vorgaben zur Erneuerbaren-Förderung in den Beihilfeleitlinien der Europäischen Kommission gilt. Die jährliche Frühjahrstagung der Stiftung Umweltenergierecht widmet sich regelmäßig der Energielandschaft eines unserer Nachbarländer – in den Vorjahren standen bereits Polen und Österreich im Fokus.
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