Mittwoch, 4. März 2015

Windenergie in Bürgerhand: Von der Flächensicherung zur Projektentwicklung

(EnergieAgentur.NRW) - Ein Bürgerwindpark ist ein großes Gemeinschaftsprojekt. Haben sich Akteure und Kooperationspartner gefunden, gilt es frühzeitig die notwendigen Flächen zu sichern. Bürgerenergievorhaben treten in Konkurrenz zu anderen, mitunter deutlich kapitalstärkeren und erfahreneren Wettbewerben. Wie gelingt es, die notwendigen Flächen fair zu sichern? Welche Strategien sorgen für den nötigen Aufwind? Teil zwei unserer Serie über den Weg zum Bürgerwindpark.

Bürgerwindparks, die genossenschaftlich organisiert sind, machen aus Bürgern Unternehmer mit einer demokratischen, partizipativen und ökologischen Zielsetzung. Energiegenossenschaften liegen im Trend: Ihre Zahl ist im vergangenen Jahr um 142 auf knapp 900 gestiegen. Die meisten erzeugen Strom aus Sonnenenergie und Biomasse. Nur ein kleiner Teil investiert in die Windenergienutzung. Grund dafür sind lange Planungszeiten und hohe Investitionskosten. „Solche großen Infrastrukturprojekte erweisen sich aufgrund ihrer Dimension für Bürgergruppen als ambitioniert“, meint Burghard Flieger, Vorstand der innova-Genossenschaft, die Gründungsberatung und Weiterbildungsseminare anbietet. Außerdem konkurrieren finanzstarke Investoren und Projektentwickler um die besten Anlagenstandorte. „Investoren sichern sich mit unredlichen Versprechen ausgewiesene Flächen. Projektierer geben möglichst wenig Know-how preis, das für die Planung, Entwicklung und das Betreiben von Windenergieanlagen erforderlich ist.“ Das ändert sich, wenn sich bürgerschaftliche Akteure mit Flächeneigentümern, Gemeindevertretern, Stadtwerken und lokalen Banken zusammenschließen und die Projektentwicklung in die eigene Hand nehmen.

Wenn alle an einem Bürgerwindprojekt beteiligten Parteien kooperieren, ihr Wissen teilen und ihre Ressourcen einbringen, bleibt der attraktivste Teil der Wertschöpfung in Bürgerhand. Die ersten Schritte von der Organisationsform bis zur Entwicklung der Geschäftsidee sind im ersten Teil unserer Seriebeschrieben worden. Haben sich die Windenergiebürger zusammen gefunden und mit den richtigen Partnern vor Ort aufgestellt, gilt es potenzielle Standorte zu finden und die notwendigen Flächen zu sichern.

Wie kommen die Windenergiebürger an die Fläche?

In der Bürgerwindplanung haben sich unterschiedliche Methoden entwickelt – je nachdem, von welchem Akteur die Initiative ausgeht und ob die potenziellen Flächen bereits als Windvorrangfläche gemäß dem Regionalplan oder als Windkonzentrationszonen im kommunalen Flächennutzungsplan ausgewiesen sind. ... Weiterlesen →


------------


Anmerkung der Herausgeber von Lexegese: beim obigen Beitrag handelt es sich um einen Auszug aus einem Aufsatz, der ursprünglich beim EnergieDialog.NRW der EnergieAgentur.NRW erschienen ist und dort im Volltext abgerufen werden kann. Wir danken den Autoren.
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...