Donnerstag, 12. März 2015

Ein Bürgerforum ohne Bürgerbeteiligung?

Was lange währt ...
Das „Bürgerforum“ der Endlagerkommission
Jörg Sommer
Endlich ist es da: Das „Bürgerforum“ der Endlagerkommission. Nach zehn Monaten sollte es den Einstieg in die Bürgerbeteiligung bei der Endlagersuche darstellen. Und der ist, man muss es leider sagen, gründlich mißlungen.

Allen Hinweisen der zuvor konsultierten Experten zum Trotz hat man sich für ein völlig unbrauchbares Format entschieden.

Eine echte Meinungsbildungsstruktur ist nicht erkennbar. Irgend ein Einfluss auf die Kommissions-Debatten nicht nachvollziehbar. Alle Beiträge werden vorab zensiert. Abends und an Wochenenden - also dann, wenn normale berufstätige Bürger Zeit für eine Beteiligung hätten -  erfolgt gar keine Freischaltung von Beiträgen.

Erst habe ich mich über die Beratungsresistenz der Verantwortlichen geärgert. Dann aber habe ich beschlossen, den Kommissionsvorsitzenden ein Angebot zu machen, dass sie nicht ablehnen können. Mehr dazu hier auf meinem Blog.
Ihr Jörg Sommer
 
Weitere lesenswerte Beiträge:
Täglich aktuelle Informationen rund um das Thema Atommüll und die Arbeit der Endlagerkommission finden Sie auf: www.antiatomblog.de
Jörg Sommer, Schriftsteller, Journalist und Vorsitzender der Deutschen Umweltstiftung, arbeitet u.a. in der "Kommission zur Lagerung hochradioaktiver Abfallstoffe" des Deutschen Bundestages mit. Diese Kommission umfasst 32 Mitglieder aus Politik, Wissenschaft und gesellschaftlichen Gruppen. Sie soll einen Neustart für die Suche nach einem Endlager entwickeln. Die Deutsche Umweltstiftung, die größte Bürgerstiftung Deutschlands, ist bereits seit 1982 aktiv im Umweltschutz tätig. Weitere Informationen zur Stiftung finden sie hier.
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