Dienstag, 20. Januar 2015

Greenpeace Energy: Ausschreibungspflicht für Solar-Anlagen bedroht Bürgerenergie

(LEXEGESE) - Als Schlag gegen kleine Anlagenbetreiber und Energieanbieter bewertet Greenpeace Energy das Ausschreibungsdesign für Photovoltaik-Freiflächenanlagen. Die Bundesregierung will Förderungen für diese Solar-Anlagen nur noch über Ausschreibungen ermitteln und vergeben. Greenpeace Energy lehnt Ausschreibungen ab, denn seien grundsätzlich nicht geeignet, um die erneuerbaren Energien kostengünstig und mit breiter Beteiligung ausbauen. Das zeigten Erfahrungen in Frankreich oder den Niederlanden, wo die Kosten anders als erhofft nicht sanken und Ausbauziele am Ende nicht erreicht worden seien. Greenpeace Energy befürchtet, dass insbesondere in der jetzt gewählten Form der Ausschreibung die Bürgerenergie ins Aus gerät. Viele lokale Bürgergesellschaften und kleinere Genossenschaften – die in der Vergangenheit das Gros der Investitionen in erneuerbare Energien hierzulande geleistet haben – könnten künftig die finanziellen Risiken und Kosten nicht aufbringen, um sich an teuren und aufwändigen Ausschreibungsprozessen zu beteiligen. Seitens der Bürgerenergie vorgeschlagene Verbesserungen des Ausschreibungsdesigns, welche die Nachteile des Verfahrens für kleinere Akteure zumindest abgemildert hätten, habe die Kabinettsvorlage nicht berücksichtigt.

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