Freitag, 5. Dezember 2014

Monitoringbericht Energie 2014 der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamtes

(LEXEGESE) - Die Bundesnetzagentur (BNetzA) und das Bundeskartellamt (BKartA) haben am 2. Dezember 2014 ihren gemeinsamen Monitoringbericht 2014 über wesentliche Entwicklungen der deutschen Strom- und Gasmärkte im Jahr 2013 veröffentlicht.

Nach Ansicht des BKartA haben sich die Wettbewerbsverhältnisse auf den Strommärkten weiter verbessert. Der Marktanteil der vier größten Anbieter bei der konventionellen Stromerzeugung ist auf 67 Prozent gesunken. Auch aufgrund der hohen Liquidität der Stromgroßhandelsmärkte seien die früheren marktbeherrschenden Stellungen bei der Belieferung von Industrie- und Gewerbekunden inzwischen Geschichte. Sämtliche Kundengruppen nutzten vermehrt die Möglichkeit der freien Wahl ihres Stromanbieters. Mit der EEG-Novelle seien nun auch im Bereich der erneuerbaren Energien die Weichen für mehr Wettbewerb gestellt worden. All diese Faktoren wirkten sich für die Stromkunden preisdämpfend aus.

Die BNetzA hebt hervor, dass die Energiewende im Erzeugungsbereich schnell voran schreitet. Vor allem der Anteil erneuerbarer Energien ist weiter gestiegen. Der Netzausbau komme voran, kann mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien aber immer noch nicht Schritt halten. Als Folge mussten die Netzbetreiber 2013 verstärkt Maßnahmen zur Wahrung der Netz- und Systemstabilität tätigen. 

Bis zum dritten Quartal 2014 wurden 438 km von 1.887 km der nach dem Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) von 2009 geplanten Stromleitungskilometer fertig gestellt. Die Realisierung der nach dem Bundesbedarfsplangesetz in Zuständigkeit der Bundesnetzagentur geplanten Projekte komme in Gang. So liegt der BNetzA ein Antrag für die geplante Höchstspannungsleitung von Bertikow nach Pasewalk vor und in Kürze sei mit Anträgen für weitere großräumige Projekte zu rechnen.

Der Strompreis beinhalte einen immer höheren Anteil an Kosten des Umlagensystems, die aus dem Umbau der Erzeugungslandschaft resultieren. Im Unterschied zu den vergangenen Jahren führte der deutliche Anstieg der EEG-Umlage zum Jahr 2014 aber für die meisten Stromverbraucher nicht zu einer weiteren Preiserhöhung. Ursächlich hierfür seien die wettbewerbliche Struktur der Endkundenmärkte und die gesunkenen Großhandelspreise.

Sie finden den Bericht zum Download auf den Internetseiten der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamts (www.bundesnetzagentur.de/berichte).
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