Freitag, 5. Dezember 2014

Forschung aktuell: Flexibilität durch Wärme und Mobilität - Welchen Rechtsrahmen braucht eine sachgerechte Sektorenkopplung?

(Stiftung Umweltenergierecht) - Die Neuordnung des Systemdesigns für die zukünftige Stromversorgung ist ein zentraler Punkt der Energiewende. Das Bundeswirtschaftsministerium hat dazu im Oktober einen breit angelegten Diskussionsprozess mit der Vorlage eines Grünbuchs gestartet. Dessen Kapitel 3 ist dabei der Schaffung von Flexibilität gewidmet, die eine wesentliche Antwort auf die mit Wind und Sonne einhergehenden Herausforderungen ist.

Rechtswissenschaftliche Grundlagenforschung

„Mit dem Forschungsvorhaben Interaktion Strom, Wärme, Verkehr haben wir bereits vor zwei Jahren dieses wichtige Themenfeld aufgegriffen“, erläutert Stiftungsvorstand Thorsten Müller die Rolle der Stiftung Umweltenergierecht. „Mit dieser Grundlagenforschung können wir einen wichtigen Impuls zu den offenen Fragen beisteuern.“ Zusammen mit den Partnern vom Fraunhofer IWES und IBP aus Kassel und dem IFEU aus Heidelberg untersuchen die Würzburger Rechtswissenschaftler Wege für eine optimale Verknüpfung der drei Energiesektoren.

Hemmnisanalyse als erster Schritt

Dabei liegt der Fokus der Stiftung Umweltenergierecht in diesem vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Vorhaben auf den bestehenden Rechtsstrukturen, die einer Interaktion der drei Sektoren entgegenstehen. „Die Hemmnisse zu identifizieren, ist ein wichtiger erster Schritt hin zu einem aktivierenden Recht“, betont Johannes Hilpert, der zusammen mit Oliver Antoni und Thorsten Müller das Vorhaben bearbeitet. Für den speziellen Anwendungsfall „Power-to-Heat“ haben die Würzburger Wissenschaftler bereits für Agora Energiewende eine Analyse im Sommer 2014 erarbeitet.
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