Mittwoch, 24. September 2014

Greenpeace Energy erwägt rechtliche Schritte gegen britische Atom-Subventionen

(LEXEGESE) - Greenpeace Energy will nach eigenen Angaben gegen das Vorhaben von EU-Kommissar Joaquin Almunia vorgehen, staatliche Subventionen für einen Atomkraftwerks-Neubau in Großbritannien genehmigen zu wollen. 

Die Genehmigung betreffe eine Vereinbarung zwischen dem britischen Staat und dem französischen Betreiber-Konzern EDF. Diese sehe vor, dass Strom aus dem geplanten Atomkraftwerk Hinkley Point C eine garantierte Einspeise-Vergütung von umgerechnet 10,6 Cent pro Kilowattstunde für die kommenden 35 Jahre erhält. Vergütungsvereinbarung zu Hinkley Point C enthalte auch einen Inflationsausgleich. Das geplante Atomkraftwerk Hinkley Point C mit zwei Druckwasserreaktoren soll im Südwesten Englands entstehen und ab 2023 Strom liefern. 

Nach Berechnungen des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft werde der Strom aus dem Reaktor-Neubau nach 20 Jahren mit 15,7 Cent pro Kilowattstunde vergütet, während eine neue Windkraftanlage hierzulande maximal 9,27 Cent erhält. Aus Sicht von Greenpeace Energy wäre eine Genehmigung der britischen Beihilfen wettbewerbsrechtlich fragwürdig, weil dadurch in Europa Marktvorteile für Atomstrom geschaffen und erneuerbare Energien benachteiligt werden. 
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