Dienstag, 12. August 2014

Kommentar: Peking macht es vor - Raus aus der Kohle!

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Während die Bundesregierung in Deutschland die Nutzung der Kohle zementieren will, beginnt Peking mit dem Ausstieg aus der Kohlekraft: Ab 2020 wird in großen Teilen der Stadt die Kohlenutzung schlichtweg verboten (Quelle)! Das Umweltschutzbüro in Peking kündigte in der letzten Woche an, dass dort spätestens 2020 Kohle nicht mehr als Brennstoff verwendet werden darf und existierende Kohlekraftwerke geschlossen werden.

China, seit einigen Jahren das Land mit dem größten CO2-Ausstoß (Quelle), verstärkt damit den Kampf gegen seine Umweltprobleme mit immer ernsthafteren Schritten. China hatte versucht den westlichen Lebensstandard nach dessen Vorbild mit massiver fossiler und nuklearer Energienutzung zu erreichen. Vor allem im letzten Jahrzehnt wurde der Ausbau der Kohlekraftwerke stark vorangetrieben, wobei auch die deutsche Industrie mit dem Verkauf und dem Bau von Kohlekraftwerken viele Milliarden verdient hat. Nun erlebt nicht nur Peking die Schattenseiten mit unerträglichem Smog, der nicht nur aus den Abgasen der Kohlekraftwerke, sondern auch der vielen Autos von VW und Co. gespeist wird.

Offensichtlich geht nun aber die chinesische Regierung einen viel klareren ökologischen Kurs als die Merkel-Gabriel Regierung. Während diese den Ausbau der Erneuerbaren Energien mit der jüngsten EEG Novelle stark bremst, wird er in China sogar noch weiter beschleunigt. Von einer Abschaltverfügung für Kohlekraftwerke aus gesundheitlichen Gründen ist aus der Berliner Regierung bis heute nichts zu hören. Dabei ist längst klar: Kohlenutzung zerstört die Natur, heizt die Erde auf und schafft viele Krankheiten, z.T. mit Todesfolgen, nicht nur in Peking , wie jüngst wieder eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigte.

Berlin, den 11. August 2014

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