Mittwoch, 27. August 2014

BNetzA ebnet Weg für die Versteigerung von Offshore-Anschlusskapazitäten

(LEXEGESE) - Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 20. August 2014 ihre Festlegung für das Verfahren zur Zuweisung von Offshore-Anschlusskapazitäten veröffentlicht. Die Festlegung bestimmt insbesondere die Voraussetzungen für einen Antrag auf Zuweisung von Anbindungskapazität auf vorhandenen oder in der Errichtung befindlichen Leitungen zur Netzanbindung von Windenergieanlagen auf See. Außerdem werden die Regeln bestimmt, nach denen im Falle der Knappheit von Anschlusskapazitäten eine Versteigerung durchgeführt wird. 

Mit der Eröffnung eines Kapazitätszuweisungsverfahrens wird die BNetzA neben der insgesamt noch zur Verfügung stehenden höchstens zuweisbaren Anschlusskapazität auch die freie Anschlusskapazität auf den einzelnen Netzanbindungssystemen sowie die Frist, bis zu der Betreiber von Offshore-Windparks Anträge auf Zuweisung von Anschlusskapazitäten einreichen können, veröffentlichen. Nach Ablauf der Antragsfrist wird die Zulässigkeit der Anträge entsprechend den jetzt festgelegten Regeln geprüft und festgestellt, ob die Kapazitätszuweisung antragsgemäß erfolgen kann oder eine Versteigerung der Anschlusskapazität erforderlich ist. Eine Versteigerung wird durchgeführt, wenn entweder die auf einer beauftragten Anbindungsleitung verfügbare Anschlusskapazität nicht für die zugelassenen Anträge ausreicht oder die Summe der auf allen Anbindungssystemen zugelassenen Anträge die höchstens zuweisbare Kapazität von 7,7 GW überschreitet.

Die Festlegung zur Bestimmung des Verfahrens zur Zuweisung von Offshore-Anschlusskapazitäten ist auf den Internetseiten der BNetzA unter  www.bundesnetzagentur.de/BK6-13-001 veröffentlicht.

Hintergrund

Die BNetzA ist nach den am 1. August 2014 in Kraft getretenen Änderungen des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) für die Zuweisung von Anschlusskapazitäten auf Anbindungsleitungen zuständig. Bis zum 31. Dezember 2020 beträgt die unter Berücksichtigung sämtlicher bestehender unbedingter Netzanbindungszusagen höchstens zuweisbare Anschlusskapazität 6,5 Gigawatt (GW). Allerdings darf die BNetzA diesen Wert vor dem 1. Januar 2018 um bis zu 1,2 GW überschreiten, so dass die Grenze bei 7,7 GW liegt. 


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