Montag, 14. April 2014

Wissenschaft aktuell: Ländervergleichende Analyse der rechtlichen Bedingungen für Offshore-Windenergie abgeschlossen

(Stiftung Umweltenergierecht) - Deutschland plant, durch den Ausbau der erneuerbaren Energien die Energieversorgung vollständig neu zu strukturieren. Die Offshore-Windkraft soll hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. Umfangreiche Investitionen in die derzeit noch recht kapitalintensive Offshore-Technologie können aber nur dann aktiviert werden, wenn verlässliche und bestmöglich ausgestaltete rechtliche Rahmenbedingungen für die Förderung und Netzintegration von Strom aus Offshore-Windkraft bestehen. Zu dieser Fragestellung hat die Stiftung Umweltenergierecht im letzten Jahr ein vom Bundesumweltministerium gefördertes rechtsvergleichendes Kurzvorhaben durchgeführt. „Durch den Blick auf die Regelungsstrukturen in anderen Staaten haben wir untersucht, wie und wo sich der Rechtsrahmen in Deutschland von dem anderer Länder unterscheidet“, erklärt Projektleiter Thorsten Müller. „Als Vergleichsstaaten haben wir die wesentlichen Nord- und Ostsee-Anrainer Dänemark, die Niederlande, Frankreich, Schweden, Norwegen und das Vereinigte Königreich ausgewählt, die ebenfalls ambitionierte Ausbaustrategien verfolgen. Es war höchst interessant, die zum Teil sehr unterschiedlichen Ansätze bei Förderung und Netzintegration auf ihre Grundstrukturen zu vereinfachen und dann gegenüberzustellen, um sie vergleichen zu können“, ergänzt Co-Projektleiter Fabian Pause.

Das Gutachten mit einer Darstellung der in den Vergleichsstaaten bestehenden Förderbestimmungen und Netzbedingungen sowie einer Analyse der regulatorischen Gemeinsamkeiten und Unterschiede können hier abgerufen werden. Die gewonnen Erkenntnisse können für die Fortentwicklung des Rechtsrahmens in Deutschland hilfreiche Hinweise geben und werden in weiteren Arbeiten der Stiftung Umweltenergierecht vertieft werden.
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