Freitag, 4. April 2014

Schweiz: Neue Förderbedingungen für Erneuerbare zum 1. April 2014

(Exportinitiative Erneuerbare Energien) - Der Schweizer Bundesrat hat Anfang März eine grundlegende Reform der Energieverordnung beschlossen und setzt damit das bereits seit Jahresanfang geltende Energiegesetz der Eidgenossenschaft um. Ab dem 01. April 2014 können demnach stromintensive Unternehmen in der Schweiz eine finanzielle Rückerstattung des Netzzuschlages beantragen, der der deutschen EEG-Umlage für Stromverbraucher ähnlich ist. Falls die Stromkosten mindestens zehn Prozent der Bruttowertschöpfung des Unternehmens betragen, werden die Netzzuschläge vollumfänglich erstattet. Bei Elektrizitätskosten zwischen mindestens fünf und weniger als zehn Prozent der Bruttowertschöpfung wird der bezahlte Netzzuschlag nur teilweise zurückerstattet.

Zudem wird die Förderung von Photovoltaikanlagen neu geregelt. Ebenfalls ab dem 01. April 2014 werden Betreiber von PV-Anlagen mit einer Leistung von weniger als zehn Kilowatt anstelle der Einspeisevergütung (KEV) mit einer Einmalvergütung gefördert. Diese Einmalvergütung beträgt höchstens 30 Prozent der Investitionskosten einer Referenzanlage. Betreiber von Anlagen mit einer Größe von zehn bis 30 Kilowatt können ab Anfang April zwischen der KEV und der Einmalvergütung wählen.

Der Vorteil der Einmalzahlung für die PV-Anlagenbetreiber besteht darin, dass diese sofort erfolgt, wohingegen die Einspeisevergütung oft erst nach Wartezeiten von mehreren Jahren ausgezahlt wird. Von der Einmalvergütung profitieren können neue Anlagen, die nach dem 01. Januar 2013 in Betrieb gegangen sind. Betreiber älterer Anlagen können die Einmalvergütung nur beantragen, wenn ihre Anlage bis Ende 2012 auf der KEV-Warteliste eingetragen war.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...