Donnerstag, 20. März 2014

Literaturhinweis: Länderprofil Slowakei


(Exportinitiative Erneuerbare Energien) - Im Rahmen der Exportinitiative Erneuerbare Energien, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), hat die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) ganz aktuell das Länderprofil Slowakei veröffentlicht.

Die Slowakei ist ein rohstoffarmes Land, das bei der Deckung seines Binnenbedarfs an fossilen Energieträgern, mit Ausnahme von Braunkohle, nahezu vollständig auf Einfuhren angewiesen ist. Im Rahmen der EU-Richtlinie 2009/28/EG hat sich die Slowakei dazu verpflichtet, den Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch bis zum Jahr 2020 auf 14 Prozent zu erhöhen (Stand 2011: ca. acht Prozent), wobei das Teilziel für den Stromsektor bei 24 Prozent liegt (Stand 2011: 19,2 Prozent). Den rechtlichen Rahmen für den Ausbau der Erneuerbaren bildet das Gesetz Nr. 309/2009 über die Förderung erneuerbarer Energien und hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung. Nach Vorbild des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes wurde hiermit für alternative Energieträger eine feste Einspeisevergütung eingeführt, die für alle Technologien über einen Zeitraum von 15 Jahren ausgezahlt wird. Gefördert wird die Stromproduktion in Anlagen bis zehn MW (bzw. 15 MW bei Windkraft). Zugleich erhielten erneuerbare Energien durch das Gesetz einen bevorzugten Zugang zum Stromnetz.

Das slowakische Potenzial an erneuerbarer Energie ist vor allem in den Bereichen Wasserkraft, Biomasse und Geothermie ganz beachtlich und weitere Ausbaumöglichkeiten sind hier durchaus vorhanden.

Die geographischen Gegebenheiten im Land bieten vor allem günstige Voraussetzungen zur Nutzung von Biomasse und Geothermie. Das technisch nutzbare Potenzial von Biomasse entspricht rund 18 Prozent des gesamten Energiebedarfs des Landes. Im Bereich der Geothermie gehört die Slowakei zu den europäischen Ländern mit einem der höchsten Potenziale. Dieses wird bisher, ähnlich wie es auch für Biomasse gilt, nur in einem geringen Ausmaß genutzt. Auch auf den Wasserkraftsektor, der bereits heute etwa 15 Prozent der slowakischen Elektrizität erzeugt, soll künftig weiter fokussiert werden. Hierzu wurde im Jahr 2011 eine staatliche Konzeption zur Unterstützung der Errichtung kleiner Wasserkraftwerke verabschiedet, in der mehr als 360 perspektivische Standorte identifiziert wurden. Die Regierung strebt zudem einen verstärkten Ausbau von kleinen Anlagen auf Basis erneuerbarer Energien (PV, Solarthermie, Kleinwind, Biomassekessel, Wärmepumpen) an, die von Haushalten zur Deckung des Eigenbedarfs an Strom und Wärme eingesetzt werden sollen. Hierzu sollen aus öffentlichen Mitteln Investitionszuschüsse gewährt werden.

Das Länderprofil Slowakei gibt Auskunft über den Stand der Maßnahmen und Technologien im Bereich der erneuerbaren Energien im Zielmarkt.
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