Mittwoch, 12. März 2014

Kohleverstromung führt erneut zum Anstieg des Treibhausgasausstoßes in Deutschland

(LEXEGESE) - Wie das Umweltbundesamt (UBA) mitteilt, sind die Treibhausgasemissionen in Deutschland im Jahr 2013 um 1,2 Prozent erneut gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Insgesamt wurden 2013 etwa 951 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2Äq) freigesetzt, mithin fast 12 Millionen Tonnen mehr als 2012. Den Anstieg dominieren die CO2-Emissionen mit einem Plus von 1,5 Prozent. 

Als Grund identifiziert das UBA die erhöhte Stromerzeugung über Steinkohle sowie den witterungsbedingten Mehrverbrauch von Öl und Gas beim Beheizen von Häusern und Wohnungen. Auch der um über sieben Prozent gestiegene Nettostromexport auf 33 Terrawattstunden (TWh) habe die Emissionen erhöht. 

Hält der Trend zur Kohleverstromung an, wird es kaum möglich sein, das Klimaschutzziel der Bundesregierung für das Jahr 2020 zu erreichen, so das UBA. Die Bundesregierung hat beschlossen, dass Deutschland im Jahr 2020 40 Prozent weniger Treibhausgase als 1990 ausstößt. Nach den aktuellen UBA-Zahlen liegt die Minderung bei nur 23,8 Prozent. 

Dass der Emissionsanstieg trotz vermehrter Kohleverstromung in 2013 vergleichsweise moderat ausfiel, lag wie in den Vorjahren an den erneuerbaren Energien. Diese erzeugten laut Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen in 2013 brutto 23,9 Prozent des Stroms. 

National müsse nach Einschätzung des UBA vordringlich die energetische Gebäudesanierung und die nachhaltige Mobilität vorangebracht werden. Der Schlüssel zum Erfolg liege national wie europäisch aber in der Reform des Emissionshandels. Das Emissionshandelssystem setze derzeit viel zu wenig Anreize für die Unternehmen, weniger klimaschädliche Energieträger zu verfeuern. 

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