Donnerstag, 20. März 2014

Bundesregierung legt Daten zur Abregelung von regenerativen Stromerzeugungsanlagen vor

(LEXEGESE) - Wie sich aus der Antwort der Bundesregierung vom 13. März 2014 auf eine sog. Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen ergibt (BT-Drs. 18/798), hat sich in den Jahren 2009 bis 2012 die Summe der Ausfallarbeit durch Einspeisemanagementmaßnahmen von 74 GWh auf 385 GWh pro Jahr erhöht. Allerdings handele es sich nicht um eine lineare Entwicklung. Der starke Anstieg von 2010 auf 2011 beruhe auch auf einem „statistischen Effekt“. Von 2011 auf 2012 sei die Ausfallarbeit um 36 GWh gesunken. Bezogen auf die gesamte Nettostromerzeugungsmenge aus EEG-Anlagen belaufe sich der Anteil der durch Einspeisemanagementmaßnahmen entstandenen Ausfallarbeit im Jahr 2012 auf 0,33 Prozent. Die durch Einspeisemanagementmaßnahmen verursachten Entschädigungszahlungen sind zwischen den Jahren 2009 und 2012 ebenfalls gestiegen. Der Betreiber der abgeregelten Anlage hat Anspruch auf eine Entschädigung der entstandenen Ausfallarbeit und -wärme. Im Jahr 2012 wurden insgesamt 33,1 Mio. Euro Entschädigungszahlungen von Netzbetreibern an Anlagenbetreiber gezahlt. Das sind ungefähr 0,19 Prozent der EEG-Differenzkosten für das Jahr 2012. Betroffen waren im Jahr 2012 insgesamt 17 Verteilernetzbetreiber, die vor allem im nördlichen Bundesgebiet angesiedelt sind. Von Einspeisemanagementmaßnahmen seien insbesondere Windkraftanlagen betroffen. Im Jahr 2012 entfielen mit 358,5 GWh 93,2 Prozent der Ausfallarbeit auf diesen Energieträger.

Nach den Daten der Bundesnetzagentur zum Redispatch der Übertragungsnetzbetreiber ist die Zahl der strom- und spannungsbedingten Redispatch-Maßnahmen in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Zwischen den Jahren 2010 und 2013 hat sich die Dauer der Redispatch-Eingriffe nahezu verfünffacht. Für das Jahr 2012 wurden strom- und spannungsbedingte Redispatch-Maßnahmen mit einer Gesamtdauer von 7.160 Stunden gemeldet. Die Maßnahmen umfassten dabei ein Gesamtvolumen von 2.566 GWh. Mehrheitlich müssen Redispatch-Maßnahmen in den Regelzonen von 50 Hertz und TenneT durchgeführt werden. Dabei sei zu beachten, dass beim Redispatch die gesamte Einspeiseleistung unverändert bleibt. Die Übertragungsnetzbetreiber senken lediglich die Einspeiseleistung eines Kraftwerks vor dem Netzengpass und steigern gleichzeitig die Einspeiseleistung eines Kraftwerks hinter dem Netzengpass. Nach vorläufigen Berechnungen der Bundesnetzagentur hat sich die Häufigkeit der Redispatch-Eingriffe im Jahr 2013 gegenüber dem Vorjahr nochmalig erhöht. Die durch die Übertragungsnetzbetreiber im Monitoringverfahren angegebenen Kosten für Redispatch sind von 48 Mio. Euro im Jahr 2010 auf 164,8 Mio. Euro im Jahr 2012 angestiegen.

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