Dienstag, 18. Februar 2014

Verpflichtende Direktvermarktung hebelt Einspeisevorrang für Erneuerbare aus

(LEXEGESE) - Sigmar Gabriels Plan einer Vermarktungspflicht für Erneuerbare Energien begünstigt nach Ansicht von Greenpeace Strom aus Kohle und Atom. Gleichzeitig verhindere der SPD-Wirtschaftsminister, dass Deutschlands Energiesystem flexibler wird und sich dem Bedürfnis der Energiewende anpasst. Zudem machen die geplanten Änderungen die Energiewende teurer. 

Die neuen Vermarktungsregeln zerstören laut einer von Greenpeace in Auftrag gegebenen Studie eines der Herzstücke der Energiewende: den Einspeisevorrang für erneuerbare Energien. Eine verpflichtende Direktvermarktung sorge dafür, dass bei einem Überangebot an Strom zuerst saubere und flexible Solar- und Windkraftanlagen abgeschaltet werden. Kohle- und Atommeiler dagegen laufen weiter. Zudem würde Gabriels Umbau die Erneuerbaren sogar teurer machen. Weil die Investitionssicherheit in Erneuerbare abnimmt, steigern die Banken ihre Risikoaufschläge für Investments. Dadurch steigen laut Studie die Kosten der Energiewende.

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