Donnerstag, 27. Februar 2014

Literaturhinweis: Länderprofil Russland

(Exportinitiative Erneuerbare Energien) - Im Rahmen der Exportinitiative Erneuerbare Energien, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), hat die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) ganz aktuell das Länderprofil Russland veröffentlicht.

Angesichts der umfangreichen Ressourcen an Erdöl, Erdgas und Kohle wurde bis vor kurzem der Entwicklung der erneuerbaren Energien innerhalb der Stromerzeugung Russlands nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Russland verfügt allerdings als das flächenmäßig größte Land der Erde ebenso über ein riesiges Potenzial für erneuerbare Energien. In den letzten Jahren hat die russische Regierung damit begonnen, den Ausbau von Produktionskapazitäten im Bereich regenerativer Energietechnologien zu fördern, um die Stromerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2020 auf insgesamt elf GW (inkl. großer Wasserkraft) auszubauen.

Potenzielle Investoren können durch Ausschreibungen auf russische Staatshilfe hoffen, doch diese ist nicht für jedermann zugänglich und ihre Vergabe ist bürokratisch aufwendig. Ein genereller Anspruch für die Einspeisung von EE-Strom ins russische Stromnetz existiert nicht.

Mittlerweile werden aber in Russland Unternehmen gesucht, die bereit sind, in Erneuerbare-Energien-Kraftwerke zu investieren. Das Unternehmen, das den russischen Stromgroßhandelsmarkt überwacht, hat im Herbst 2013 entsprechende Anträge von interessierten Investoren entgegen genommen. Es ging in einer ersten Ausschreibung um Erneuerbare-Energien-Kraftwerke, die von 2014 bis 2017 in Betrieb genommen werden sollen bzw. die nach der Inbetriebnahme damit rechnen können, dass der erzeugte Strom über den Großhandelsmarkt abgenommen wird.

Die nächste Ausschreibung für die Periode von 2015 bis 2018 ist für Juni 2014 geplant. Es werden voraussichtlich Kraftwerkskapazitäten in Höhe von 1.645 MW für den Windenergiesektor, 496 MW für den PV-Sektor und 415 MW für kleine Wasserkraftwerke vergeben.

In Anbetracht des zum Großteil noch ungenutzten Potenzials der Erneuerbaren muss die russische Regierung allerdings weitere Anstrengungen zu deren Förderungen und Integration in die russischen Energiemärkte vornehmen. In erster Linie sollten dazu geeignete rechtliche Rahmenbedingungen und Marktstandards implementiert werden. Ebenfalls sollte das Geschäftsklima in Russland für ausländische Konzerne verbessert werden, um umfangreiche Investitionen in die Märkte anzuziehen.

Das Länderprofil Russland gibt Auskunft über den Stand der Maßnahmen und Technologien im Bereich der erneuerbaren Energien im Zielmarkt.

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