Dienstag, 18. Februar 2014

Länderprofil Montenegro

(Exportinitiative Erneuerbare Energien) - Im Rahmen der Exportinitiative Erneuerbare Energien, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), hat die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) ganz aktuell das Länderprofil Montenegro veröffentlicht.

Als EU-Beitrittskandidat und Mitglied der European Energy Community ist Montenegro bemüht, die europäischen Standards im Energiemarkt zu erfüllen. Die Liberalisierung des Energiesektors schreitet voran. Auch wenn staatliche Unternehmen teilweise noch zentrale Marktakteure sind, wird der Markt sukzessive für Investoren geöffnet und privatisiert.

Die Energiewirtschaft ist neben dem Tourismussektor der bedeutendste Wirtschaftszweig Montenegros. Wachsender Energiebedarf und ein florierender Tourismus erfordern Investitionen in energetische Infrastruktur und Kapazität zur Stromerzeugung. In der nationalen Energiestrategie ist bis 2025 ein deutlicher Ausbau an erneuerbaren Energien vorgesehen. Um diesen Ausbau voranzutreiben wurde im Jahr 2010 ein Energiegesetz verabschiedet, welches Einspeisetarife für die Stromeinspeisung aus erneuerbaren Quellen mit einer Laufzeit von 12 Jahren festschreibt. In der Förderung berücksichtigt werden Kleinwasserkraft, Windkraft, Biomasse, Biogas, Photovoltaik, Deponiegas und Müllverbrennungsanlagen zur Stromproduktion.

Das umfangreichste Potential an erneuerbarer Energie bietet in Montenegro die Wasserkraft, welche bereits intensiv genutzt wird. In der Ausbaustrategie wird auf Kleinwasserkraft ein besonderes Augenmerk gelegt. Montenegro verfügt weiterhin im südosteuropäischen Vergleich über hervorragende natürliche Voraussetzungen zur Nutzung von Photovoltaik und Solarthermie. Beide Technologien bzw. deren Nutzung in privaten Haushalten werden finanziell gefördert, die Solarthermie durch ein internationales Kooperationsprogramm und die Photovoltaik durch den montenegrinischen Höchsttarif der Einspeisevergütung. Auch wenn das natürliche Potential an Windenergie in Montenegro nicht überdurchschnittlich ist, wird der Ausbau an Windkraftanlagen seitens der Regierung erfolgreich vorangetrieben. Im Bioenergiesektor liegt der Fokus auf der Nutzung von Holzbiomasse in Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen. Insbesondere im Bereich der Wärmeversorgung besteht Investitionsbedarf, da Montenegro in den kommenden Jahren im Wärmesektor die Infrastruktur modernisieren bzw. erweitern möchte und eine effizientere und nachhaltigere Wärmegewinnung anstrebt.

Das Länderprofil Montenegro gibt Auskunft über den Stand der Maßnahmen und Technologien im Bereich der erneuerbaren Energien im Zielmarkt.

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