Mittwoch, 27. November 2013

Neue dena-Veröffentlichung: Länderprofil Senegal

(Exportinitiative Erneuerbare Energien) - Im Rahmen der Exportinitiative Erneuerbare Energien, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), hat die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) ganz aktuell das Länderprofil Senegal veröffentlicht.

Der westafrikanische Staat Senegal verfügt über Bodenschätze wie Phosphat und schwer zugängliche Reserven an Eisenerz, Erdgas, Erdöl und Gold. Zur Deckung seiner eigenen Energieversorgung ist der Senegal stark von Energieimporten, vor allem von Erdöl, abhängig. Der Kraftwerkspark des monopolistischen Energieversorgers gilt als rückständig. Die Folge sind zahlreiche Stromausfälle. Die Elektrifizierungsrate liegt bei rund 47 Prozent der Bevölkerung, wobei es Unterschiede zwischen der Metropole Dakar (circa 80 Prozent der Bevölkerung) und den ländlichen Regionen (rund 16 Prozent) gibt.

Wichtigste Ziele der senegalesischen Energiepolitik sind die Elektrifizierung der ländlichen Regionen sowie die Verminderung der Energieimportabhängigkeit insbesondere von Erdöl durch die Förderung der erneuerbaren Energien. Hierzu werden aktuell die nötigen Rahmenbedingungen (Einspeisetarife, verbindliche Ausbauziele, Anschlussbedingungen etc.) geschaffen.

Im Bereich Windkraft liegen die Potenziale ausschließlich in den windreichen Küstenregionen des Landes. Es sind einige größere Windparks mit einer Leistung von jeweils 50 bis 100 MW geplant. Kleinwindkraftanlagen mit einigen Kilowatt Leistung werden seit längerem zur Bewässerung von Feldern genutzt. Das Potenzial für die Nutzung von Solarenergie ist hingegen sehr groß. Die Einstrahlungswerte liegen im Landesdurchschnitt bei 4,0 bis 5,0 kWh pro m2 und Tag. Photovoltaik findet bisher fast ausschließlich Anwendung in der Elektrifizierung netzferner Regionen. Geplante Einspeisetarife und erste Gespräche bezüglich der Umsetzung von größeren Freiflächenanlagen, die direkt ins Netz einspeisen sollen, könnten dies mittelfristig ändern. Die Bioenergie ist traditionell die bedeutendste erneuerbare Energieform und deckt rund 46 Prozent des Primärenergiebedarfs des Landes.

Der Senegal ist ein durchaus attraktiver Markt für Erneuerbare-Energien-Technologien, sofern man diese an die Gegebenheiten des Landes anpasst. Vor allem netzferne Inselanwendungen in den Bereichen PV und Bioenergie sollten in den nächsten Jahren einen Löwenanteil zur Versorgungssicherung der ländlichen Bevölkerung beitragen. Nationale und internationale Förderprogramme machen dies auch für internationale Anbieter attraktiv.

Das Länderprofil Senegal gibt Auskunft über den Stand der Maßnahmen und Technologien im Bereich der erneuerbaren Energien im Zielmarkt.

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