Dienstag, 18. Juni 2013

Forschung aktuell: Räumliche Planung als Säule der Energiewende

(Stiftung Umweltenergierecht) - Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen, die einen zunehmenden Koordinierungsaufwand erzeugt. Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien als solchem rücken dabei vermehrt auch Fragen der räumlichen Verteilung der Anlagen in den Fokus der Regulierung. Wie sollte die Verteilung der Erneuerbare-Energien-Anlagen im Bundesgebiet sein? Welche Faktoren sollten für die Standortwahl maßgeblich sein? Können dadurch der Netzausbaubedarf reduziert, die Akzeptanz erhöht und die Effizienz gesteigert werden? Und schließlich die entscheidende Frage: Mit welchen Instrumenten kann die entsprechende räumliche Steuerung erreicht werden?

Diese und weitere Fragen untersucht die Stiftung Umweltenergierecht in den kommenden 36 Monaten im Rahmen des Anfang Mai gestarteten Vorhabens „IRSEE – Instrumente zur räumlichen Steuerung erneuerbarer Energien“ zusammen mit dem Projektpartner INER e.V. Neben einer umfassenden Bestandsaufnahme der bereits existierenden unmittelbaren oder mittelbaren Möglichkeiten zur Steuerung der Standortwahl, im Erneuerbare-Energien-Gesetz, den Raumordnungsgesetzen des Bundes und der Länder, dem Baugesetzbuch und weiterer einschlägiger Gesetze stehen Fortentwicklungsperspektiven im Fokus des Vorhabens. Dabei soll auch das Zusammenspiel von Bund und Ländern sowie Kommunen optimiert werden. Letztlich sollen so auch Wege aufgezeigt werden, wie die auf den unterschiedlichen Ebenen im Mehrebensystem existieren teils verbindliche, teils unverbindliche Zielsetzungen für den Ausbau erneuerbarer Energien miteinander synchronisiert werden können.

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