Mittwoch, 19. Juni 2013

EnBW beginnt strategische Neuausrichtung

(LEXEGESE) - Ausgangspunkt und zwingende Notwendigkeit für eine strategische Neuausrichtung ist nach eigenem Bekunden von EnBW der rapide strukturelle Umbruch in der Energiewirtschaft. Dieser führe zu drastisch sinkenden Erträgen vor allem im konventionellen Kraftwerksgeschäft. Dem stehen Wachstumsmöglichkeiten gegenüber - vor allem bei den erneuerbaren Energien im dezentralen Erzeugungsgeschäft, im Bereich Netzinfrastruktur sowie in innovativen Produkten für den Kunden.

Die EnBW werde den Ausbau der erneuerbaren Energien und der erforderlichen Netzinfrastruktur konsequent vorantreiben. Über einen längeren Zeitraum des Übergangs werde aber auch der konventionelle Kraftwerkspark zur Aufrechterhaltung der sicheren Stromversorgung eine wichtige Rolle spielen.

In den kommenden Jahren will die EnBW insgesamt über 7 Milliarden Euro speziell in die Neuausrichtung ihrer Aktivitäten investieren. Der Schwerpunkt werde dabei auf Wind- und Wasserkraftaktivitäten im industriellen Maßstab und den gezielten Ausbau der Netze sowohl im Transport- als auch im Verteilnetzbereich bis hin zu sogenannten Smart Grids liegen. Bis zum Jahr 2020 will die EnBW zusätzlich zu den bisherigen Investitionsvorhaben rund 3,5 Milliarden Euro – und damit rund 50 Prozent dieser Investitionen - allein in den Ausbau der Windkraft und weitere rund 3 Milliarden Euro in das Netzgeschäft investieren. Aus dem Kernmarkt Baden-Württemberg heraus stehen Deutschland, Österreich, die Schweiz und die Türkei im Mittelpunkt der Aktivitäten. Bis 2020 will die EnBW so beispielsweise ihre Kapazitäten aus Onshore-Windparks von derzeit rund 200 Megawatt installierter Leistung auf rund 1750 Megawatt deutlich erhöhen. Eine weitere Wachstumsoption wird die Offshore-Windkraft sein.

Um den hierfür erforderlichen finanziellen Spielraum zu erhalten, hat die EnBW ihr Desinvestitionsprogramm auf rund 2,7 Milliarden Euro deutlich erweitert. Vor der Umsetzung steht auch ein neues Strukturkonzept und Führungsmodell. Im Fokus stehe insbesondere eine deutlich Reduktion der Konzernkomplexität durch Zusammenlegung von Gesellschaften und im Rahmen des Führungsmodells das Ziel, Prozesse und Verantwortlichkeiten klarer zu machen und dadurch die Eigenverantwortlichkeit der Mitarbeiter zu stärken.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...