Mittwoch, 27. März 2013

Ökonomen fordern Stärkung des Emissionshandels


(LEXEGESE) - In einem offenen Brief fordern 42 deutsche Wirtschafts‐ und Sozialwissenschaftler die Bundesregierung auf, dem europäischen Emissionshandel mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Für die Klima- und Energiepolitik Europas sei der Emissionshandel von fundamentaler ökonomischer Bedeutung. In seiner jetzigen Ausgestaltung könne er seine Lenkungs‐ und Steuerungsfunktionen jedoch nicht erfüllen. Aus diesem Grunde bestehe dringender Handlungsbedarf.

Strukturelle Reformen des Emissionshandels seien notwendig, um die langfristige Knappheit von Emissionszertifikaten und damit effizientere Rahmenbedingungen für klimafreundliche Investitionen zu schaffen. Dazu bedarf es eines klaren Zeitplans zur Gestaltung und Umsetzung der Reformen. Darüber hinaus sei die von der EU-Kommission vorgeschlagene Verschiebung der Versteigerung von 0,9 Milliarden Zertifikaten sinnvoll, um das Vertrauen in den Emissionshandel wieder herzustellen und Zeit für langfristige, strukturelle Reformen zu gewinnen. Nur so könne der Emissionshandel für Unternehmen und die internationale Klimakooperation relevant bleiben.

Der Brief ist laut einer Mitteilung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) vom 20. März 2013 aus Diskussionen zwischen dem DIW Berlin und dem ifo Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München entstanden.

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