Donnerstag, 14. März 2013

Bundesverband Geothermie: Geplanten Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes schließt Tiefengeothermie in 11,3% der Landesfläche Deutschlands aus

(LEXEGESE) - Der GtV-Bundesverband Geothermie (GtV-BV) sieht laut einer Mitteilung vom 13. März 2013 Nachbesserungsbedarf bei der geplanten Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes. Der Gesetzentwurf behandle Fracking von erdgashaltigen Gesteinsschichten und die hydraulische Stimulation bei Tiefengeothermie gleich. Die Gleichbehandlung ungleicher Sachverhalte benachteilige die Geothermie. 

Beeinträchtigungen der Grundwasserqualität seien durch Tiefengeothermie nicht zu befürchten. Bei künftigen petrothermalen Projekten, die zum Herstellen von Wärmetauschern das Aufreißen von Hartgesteinen in mehreren tausend Metern Tiefe erforderlich machen, würden wasser- und umweltgerechte Zusatzstoffen zum Einsatz kommen.

Vom Gesetzgeber sei dennoch beabsichtigt, Tiefengeothermie-Projekte mit Stimulationsmaßnahmen in Wasserschutzgebieten gänzlich zu verbieten. Dadurch werde das Verfahren für 11,3% der Landesfläche Deutschlands ausgeschlossen. Problematisch sie, dass gerade die Gebiete in und um Ballungsräume meist als Wasserschutzgebiete deklariert sind.

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