Freitag, 8. Februar 2013

Neue dena-Veröffentlichung: Länderprofil Jordanien

Aufgrund der politischen Umwälzungen im Rahmen des „Arabischen Frühlings“ hat sich die Energiesituation Jordaniens verändert. Ausfallende Gaslieferungen aus Ägypten, mittels derer eigentlich 80 Prozent des Energiebedarfs zur Stromerzeugung in Jordanien gedeckt wurden, mussten durch den Einsatz von Schweröl und Diesel zur Stromerzeugung kompensiert werden, was eine hohe finanzielle Belastung für das Land darstellt. Im Vergleich zu seinen Nachbarländen verfügt Jordanien nur über sehr geringe Öl- und Gasreserven. Infolgedessen wird der Energiebedarf des Landes zu 95 Prozent durch Importe gedeckt. Die jordanische Regierung verfolgt daher ambitionierte Ziele in Bezug auf die zukünftige Energieversorgung des Landes. Bis zum Jahr 2020 soll der Energiebedarf zu 39 Prozent durch heimische Energiequellen gedeckt werden. Neben der Exploration von Ölschiefervorkommen verfolgt die jordanische Regierung insbesondere den Ausbau der Erneuerbaren. Ihr Anteil an der Energieversorgung ist momentan gering, soll jedoch bis zum Jahr 2020 auf zehn Prozent ansteigen.

Das Land verfügt über enorme Potenziale in den Bereichen Wind- und Solarenergie. Grundsätzlich bietet Jordanien günstige Rahmenbedingungen, um in erneuerbare Energien zu investieren. Die jordanische Regierung hat mehrere Schritte unternommen, um Investitionen aus dem Privatsektor anzuwerben. In diesem Zusammenhang ist besonders die Verabschiedung eines Erneuerbare-Energien-Gesetzes und dazugehörigen Direktiven zu nennen, die mehrere Fördermöglichkeiten für erneuerbare Energien im Stromsektor enthalten.

Aktuell ist die Umsetzung verschiedener Wind- und Solarprojekte geplant, die von dem jordanischen Energieministerium öffentlich ausgeschrieben wurden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit für Projektentwickler Vorschläge für Kraftwerksvorhaben beim Energieministerium einzureichen. Bis zum Jahr 2020 sollen umfangreiche Kapazitäten in den Bereichen Wind- und Solarenergie geschaffen werden. Darüber hinaus ist die Möglichkeit des Net Meterings für Erneuerbare-Energien-Anlagen mit einer Leistung von insgesamt fünf MW pro Standort eingeführt worden.

Quelle und weitere Informationen: Exportinitiative Erneuerbare Energien

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