Donnerstag, 8. November 2012

Polen: Regierung plant die Einführung geänderter Fördermechanismen für PV ab 2013

Die polnische Regierung strebt eine Verdoppelung des Anteils der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bis 2020 an. Ein grundlegender Schritt in diese Richtung ist die Einführung eines Einspeisetarifs in Kombination mit einem Grüne-Zertifikate-System für PV-Anlagen.

Nach aktuellem Stand der Planung sieht der Gesetzentwurf ab Januar 2013 einen Einspeisetarif von 1,30 Zloty (ca. 0,31 Euro, Stand 06.11.2012) pro kWh für PV-Anlagen bis zu 100 kWp bis 2027 vor. Für Anlagen über 100 kWp sollen in Zukunft 2,85 Grüne-Zertifikate pro MWh über 15 Jahre vergeben werden. Jedes dieser Zertifikate, welche Versorgungsunternehmen obligatorisch von Stromerzeugern erwerben müssen, entsprach im September 2012 einem Wert von 248,6 Zloty (ca. 60,47 Euro, Stand 06.11.2012) pro MWh. Eine Kapazitäts- oder Budgetobergrenze ist nach Angaben des Wirtschaftsministers bisher nicht vorgesehen. Nach Einschätzung des Vorsitzenden des polnischen Photovoltaikverbandes, Stanislaw Pietruszko, könnten durch den neuen Einspeisetarif in Kombination mit dem Zertifikatesystem bis Ende 2013 bereits Anträge für den Bau von PV-Anlagen bis zu 400 MW Gesamtleistung eingereicht werden. Gegenwärtig sind in Polen etwa drei Megawatt an PV-Leistung installiert.

Obwohl es bis zum endgültigen Gesetzeserlass weitere Verzögerungen geben kann, befinden sich die ersten Projektentwickler, darunter auch deutsche Unternehmen, bereits in den Startlöchern.


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