Mittwoch, 7. November 2012

Energiemanagementsysteme in der Praxis – ISO 50001: Leitfaden für Unternehmen und Organisationen

(LEXEGESE) - Stromintensive Unternehmen zahlen eine ermäßigte EEG-Umlage - allerdings nur unter der Voraussetzung, dass sie ein Energiemanagementsystem – EMS – haben. Diese lohnen sich genauso für andere Unternehmen und Organisationen. Wie sich systematisch die Energieeffizienz verbessern lässt, will ein neuer gemeinsamer Leitfaden des Umweltbundesamtes und des Bundesumweltministeriums aufzeigen. Die Publikation ist über das Bundesumweltministerium bestellbar oder kann auf der Internetseite des Umweltbundesamtes kostenfrei heruntergeladen werden: http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/3959.html

Hintergrund zum EMS

Für einheitliche Anforderungen an EMS sorgt seit 2012 der neue internationale Standard ISO 50001. Derzeit sind nach Angaben den Umweltbundesamtes weltweit bereits 900 Unternehmensstandorte gemäß ISO 50001 zertifiziert – davon allein 470 Standorte in Deutschland. Im April 2012 wurde die europäische Norm EN 16001 durch die internationale Norm ISO 50001 abgelöst. Damit gibt es erstmalig einheitliche Kriterien für ein zertifiziertes EMS, die in allen Ländern für alle Unternehmen und Organisationen gelten. ISO 50001 beschreibt – wie auch die europäische Vorläufernorm EN 16001 – die Anforderungen eines Energiemanagementsystems. Anhand dessen kann ein Unternehmen eine Energiepolitik entwickeln und einführen, strategische und operative Ziele sowie Aktionspläne bezüglich des Energieeinsatzes festlegen. Mit der Umsetzung der Norm können Unternehmen und Organisationen Energieeinsparpotenziale erkennen und ihre Energieeffizienz verbessern. 

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