Donnerstag, 25. Oktober 2012

Umfrage der Agentur für Erneuerbare Energien zur Akzeptanz der Energiewende

Im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien hat TNS Infratest im Spätsommer 2012 die Akzeptanz der deutschen Bevölkerung hinsichtlich verschiedener Facetten der Energiewende ermittelt. 

Die Ergebnisse dieser repräsentativen Umfrage zeigen nach Einschätzung der Agentur für Erneuerbare Energien eindeutig, dass die Bürger trotz aller Kostendiskussionen einen weiteren Ausbau Erneuerbarer Energien befürworten. Insgesamt 93 Prozent der Deutschen bewerten die Nutzung und den Ausbau der Erneuerbaren als "wichtig" bis "außerordentlich wichtig" (siehe Grafik).

Die Bürger stimmen der Nutzung der Erneuerbaren Energien aber nicht nur generell zu, auch der Ausbau von entsprechenden Erzeugungsanlagen werde von zwei Dritteln der Bevölkerung positiv gesehen - wenn die Bürger bereits entsprechende Erfahrungen mit den jeweiligen Technologien gesammelt haben, steigen die Zustimmungswerte für Solarparks, Windenergie-und Biomasseanlagen sogar (siehe Grafik). 

Insbesondere Zukunftssicherheit und Klimaschutz sehen die Bürger dabei als positive Aspekte von Energie aus Sonne, Wind, Biomasse, Erdwärme und Wasserkraft. Aber auch ökonomische Aspekte wie die Vermeidung fossiler Brennstoffimporte, die Erhöhung des Wettbewerbs auf dem Strommarkt und die Möglichkeit zur Beteiligung an der eigenen Energieversorgung schätzen die Bürger an den Erneuerbaren Energien (siehe Grafik).

Auch der teilweise umstrittene Netzausbau wird von den Bürgern akzeptiert, sofern es eine klare Korrelation zum Gelingen der Energiewende gibt und die zusätzlichen Leitungen für den Abtransport von Strom aus Erneuerbaren Energien genutzt wird. Besonders begrüßen würden die Bürger dabei Erdverkabelungen (siehe Grafik).

Trotz der insgesamt weiter hohen Zustimmung zur Nutzung Erneuerbarer Energien, zeige sich jedoch auch, dass die Bereitschaft zur Übernahme der nötigen Investitionen abnimmt, wenn die EEG-Umlage steigt. Hielten die Befragten bei der Akzeptanzumfrage 2011 die damalige EEG-Umlage von 3,5 Cent noch zu über drei Vierteln für "angemessen" oder sogar für "zu niedrig", erachtet nunmehr etwa die Hälfte der Bürger eine Umlage von über 5 Cent für "zu hoch".

(c) Agentur für Erneuerbare Energien
Quelle und weitere Informationen: Agentur für Erneuerbare Energien


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