Donnerstag, 11. Oktober 2012

Frankreich: Einspeisetarife für PV-Aufdachanlagen werden geändert

Im Zuge einer Umweltkonferenz, die Mitte September 2012 in Paris stattfand, gab die französische Regierung neue Maßnahmen zur Unterstützung und Förderung der europäischen Photovoltaikbranche bekannt. So wird der französische Einspeisetarif für PV-Aufdachanlagen mit einer Leistung von 36 bis 100 Kilowatt (kW) unter der Voraussetzung, dass die entsprechenden Module in Europa produziert wurden, um zehn Prozent angehoben. Für nicht-europäische PV-Systeme liegt die Tariferhöhung hingegen bei nur fünf Prozent. Mit dieser Differenzierung soll angesichts der asiatischen und insbesondere chinesischen Module, die auf den europäischen bzw. französischen Solarmarkt drängen, der heimischen Photovoltaikindustrie unter die Arme gegriffen werden.

André Schröder / pixelio.de
Darüber hinaus beabsichtigt das Ministerium für Ökologie und Energie eine Obergrenze für die jährliche Degression von PV-Einspeisetarifen von 20 Prozent festzulegen. Die Einspeisetarife für PV-Anlagen unterlagen im vergangenen Jahr drastischen Kürzungen von mehr als 35 Prozent. Mit der 20 Prozent Grenze soll hier für mehr Stabilität und Investitionssicherheit gesorgt werden.

Eine weitere Änderung ergibt sich für Großanlagen im Aufdachbereich ab 250 kW. Ab Ende dieses Jahres sollen auch für Anlagen dieser Größe erstmals Ausschreibungen stattfinden. Damit soll vor allem die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen durch PV-Freiflächenanlagen verringert werden. Für Anlagen im Leistungsbereich von 100 bis 250 kW finden nach wie vor vierteljährliche Ausschreibungen statt.

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