Dienstag, 30. Oktober 2012

Europäischen Umweltagentur: EU-Treibhausgase im Jahr 2011 um 2,5 % gesunken

Die Treibhausgasemissionen in der Europäischen Union (EU) gingen nach Angaben der Europäischen Umweltagentur zwischen dem Jahr 2010 und dem Jahr 2011 um durchschnittlich 2,5 % zurück, obwohl die Emissionen in mehreren Ländern anstiegen. Fast alle europäischen Länder seien auf dem Weg, ihre Verpflichtungen im Rahmen des Kyoto-Protokolls zu erfüllen. Dies geht aus zwei Berichten hervor, die am 24. Oktober 2012 von der Europäischen Umweltagentur (EUA) veröffentlicht wurden.

Bernd Wachtmeister  / pixelio.de
Gemäß den Schätzungen der EUA wurde der größte relative Emissionsanstieg zwischen dem Jahr 2010 und dem Jahr 2011 in Ländern mit kleinen bis mittleren Anteilen an den gesamten EU-Treibhausgasemissionen beobachtet: 13 % in Zypern, gefolgt von 8 % in Belgien, Finnland und Dänemark. Das Vereinigte Königreich erreichte die stärkste Emissionsreduzierung in absoluten Zahlen, mit einem Rückgang von 36 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent im Jahr 2011 bzw. 6 %. Dies wurde gefolgt von Frankreich mit einem Rückgang von 24 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent bzw. 5 % und Deutschland mit einem Rückgang von 17 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent bzw. 2 %.

In neun EU-Mitgliedstaaten wurde zwischen dem Jahr 2010 und dem Jahr 2011 ein Anstieg der Treibhausgasemissionen beobachtet. In Bulgarien stiegen die Emissionen um 11 % an, während der Zuwachs in Litauen 3 % und in Rumänien 2 % betrug. Allerdings sind in diesen Ländern insgesamt die stärksten Emissionensrückgänge seit 1990 zu verzeichnen.

Ein warmer Winter sei in den meisten Ländern ein Schlüsselfaktor bei der Emissionsreduzierung 2011 gesesen, da die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen niedriger war, als in den Vorjahren. Der Raumwärmesektor und die Kleinverbraucher – größtenteils außerhalb des EU-Emissionshandelssystems (EU ETS) – trugen am meisten zur Reduzierung der Emissionen in der Europäischen Union bei.

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