Dienstag, 14. August 2012

Brasilien: Local-Content-Vorgaben für zinsgünstige Kredite im PV-Bereich

Die brasilianische Entwicklungsbank BNDES (Banco Nacional de Desenvolvimento Economico e Social) fördert auch Photovoltaikprojekte durch die Vergabe von zinsgünstigen Krediten über eine Laufzeit von 15 Jahren mit einem Zinssatz von unter 2,5 Prozent. Voraussetzung ist allerdings, dass 60 Prozent der Wertschöpfung der Projekte im Land selber stattfinden. Da die PV-Module einen Großteil der Projektkosten darstellen, ist es schwierig diese Förderbedingungen einzuhalten, sofern Module importiert werden. Zudem verteuern Importzölle und andere Steuern laut Branchenkreisen Solarmodule erheblich.

Der Verband brasilianischer Energieversorger (ABRADEE) sieht in entsprechenden Kriterien für die Vergabe von zinsgünstigen Krediten ein geeignetes Instrument, um den Aufbau der heimischen Industrie zu fördern. Gelungenes Beispiel sei hier die Kreditvergabe an Windparks durch die BNDES. Um Photovoltaikprojekte zu fördern und Unternehmen aus dem Ausland dazu zu bewegen, Produktionsstandorte in Brasilien zu errichten, müsste die Regierung, ähnlich wie bei der Windkraft, zukünftig aber auch für einen gesicherten Absatzmarkt sorgen. Dies könnte beispielsweise durch die Versteigerung von Stromerzeugungskontingenten erfolgen.

Im Januar dieses Jahres eröffnete Tecnometal Equipamentos Ltda. in Campinas im Bundesstaat São Paulo die erste Modulfabrik in Brasilien. Mit dem vollständigen Ausbau der Produktionskapazitäten der Fabrik in 2013 auf 25 MW hofft man, die derzeitigen Modulkosten deutlich senken zu können.

Quellen und weitere Informationen: renewableenergyworld, Exportinitiative Erneuerbare Energien

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