Donnerstag, 19. Juli 2012

Neue dena-Marktstudie: Länderprofil Argentinien

Über 80 Prozent des argentinischen Primärenergiebedarfs werden mit Hilfe fossiler Energieträger gedeckt. Aufgrund steigenden Energiebedarfs setzt die argentinische Regierung verstärkt auf den Ausbau der erneuerbaren Energien, vor allem im Bereich der Windenergie. Bis 2016 soll der Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung des Landes auf acht Prozent ansteigen. Um das Ziel zu erreichen, wird deren Ausbau mit Hilfe von Ausschreibungen forciert.

Die geographische Lage und die natürlichen Gegebenheiten Argentiniens machen das Land interessant für die Nutzung der Windenergie. 70 Prozent der Fläche weisen durchschnittliche Windgeschwindigkeiten von mehr als sechs m/s auf. Das theoretische Windpotenzial Patagoniens mit Windgeschwindigkeiten von neun bis zwölf m/s liegt alleine bei 200 GW. Allerdings befindet sich der Windmarkt noch im Anfangsstadium. So sind bisher nur etwas mehr als 50 MW an Windleistung installiert. 

Um den Energiemarkt weiter zu stabilisieren, setzt die argentinische Regierung neben dem Ausbau der Windenergie auf eine weitere Diversifizierung seiner Energiequellen. Vor allem die Bioenergie, speziell der Erdnuss- und Reisanbau, bzw. die Weinindustrie und die Forstwirtschaft, bergen interessante Reststoffpotenziale für die energetische Verwertung von fester Biomasse. Eine wichtige Rolle spielen im bioenergetischen Bereich auch die flüssigen Biotreibstoffe. Das Land gehört zu den fünf größten Biodieselproduzenten weltweit. Auch die argentinische Bioethanolbranche erfuhr in der Vergangenheit einen Aufschwung. Sowohl Produktionsmengen als auch Verbrauch haben sich positiv entwickelt und in ihrem Umfang zugenommen. 

Das Länderprofil Argentinien gibt Auskunft, durch welche Maßnahmen und Technologien die Nutzung der erneuerbaren Energien im Zielmarkt weiter ausgebaut werden soll.

Quelle und weitere Informationen: Exportinitiative Erneuerbare Energien

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