Dienstag, 24. Juli 2012

Japan: Genehmigung für erstes geothermisches Kraftwerk in Naturschutzgebiet erteilt

Das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) gab bekannt, dass in der Nähe von Fukushima das erste japanische Geothermiekraftwerk in einem Nationalpark entstehen soll. Bemerkenswert hieran ist die Freigabe der Behörden für die Erschließung des geschützten Geländes. Sie unterstreicht, wie sehr Alternativen im Nachgang zu den letztjährigen Ereignissen in Japan, insbesondere in der Region um Fukushima, an Bedeutung gewonnen haben.

Nachdem die Regierung einen Großteil der AKWs vom Netz nehmen ließ, ist man nun in Japan bestrebt, alternative und vor allem grundlastfähige Energieprojekte zu fördern, um so die Kapazitätslücken zu schließen. Abzuwarten bleibt nach wie vor, welche Größenordnung die Geothermie letztendlich in der noch in der Planung befindlichen neuen Energiepolitik Japans spielen wird. 

Japan zählt weltweit neben den USA und Indonesien zu den Ländern mit dem größten Potenzial für Geothermiekraftwerke. Nichtsdestotrotz stellen diese aktuell mit 350 MW lediglich 0,3% der installierten Stromerzeugungskapazitäten. Die Hauptgründe: die geeigneten Gebiete liegen zumeist in Nationalparks oder sind sehr touristisch geprägt. Von der Neugestaltung der Genehmigungsverfahren erhoffen sich Unternehmen nun eine verstärkte Nutzung der sehr guten geologischen Bedingungen und den Ausbau der Technologieführerschaft auf diesem Gebiet.


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