Donnerstag, 5. Juli 2012

Indonesien möchte Solarindustrie aufbauen

Der südostasiatische Inselstaat mit seiner aufstrebenden Wirtschaft, dessen Energiebedarf derzeit vor allem durch Kohle und Öl gedeckt wird, befindet sich im Wandel. Die besondere Inselstruktur des Landes, die bisher die flächendeckende Elektrifizierung eher beeinträchtigte, stellt zunehmend ein Argument für die Nutzung von dezentralen erneuerbaren Energien dar. Der Elektrifizierungsgrad Indonesiens liegt gegenwärtig gerade einmal bei 55 bis 60 Prozent. Das Potenzial insbesondere für Solarenergie in Indonesien ist durch die hohe Sonneneinstrahlung (4,8 kWh/m² pro Tag) und die teilweise erheblichen regionalen Versorgungsdefizite groß. Nichtsdestotrotz sind bisher lediglich zehn MW an Photovoltaik-Leistung im Land installiert.

Die Regierung verfolgt nun das Ziel diese Kapazität auf 0,87 GW bis 2025 zu steigern, oder mindestens 50 MW pro Jahr neu an PV zu installieren. Insgesamt sollen sich die Stromerzeugungskapazitäten aus erneuerbaren Energien nach Angaben der Regierung bis 2025 auf 12,5 GW ausweiten. Um dieses Ziel zu erreichen, möchte die indonesische Regierung bis 2025 15,7 Mrd. US-Dollar für erneuerbare Energien, als Teil der Strategie zur Senkung des Treibhausgasausstoßes und zur Entwicklung neuer Industrien im Land, investieren.

Heute sind bereits, zumeist ausländische, Unternehmen vor Ort, die sich mit der Installation von Solarkraftwerken befassen. Jedoch werden hochtechnologische Bauteile, wie bspw. die PV-Module, im Ausland produziert und entwickelt. Diese strukturelle Abhängigkeit wurde von der Regierung als Potenzial für die Etablierung von indonesischen PV-Modul-Herstellern erkannt und speziell gefördert. Der Prozess befindet sich allerdings noch ganz am Anfang.


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