Donnerstag, 19. Juli 2012

Griechenland: Weitere Kürzung der PV-Einspeisetarife

Die griechische Regierung hat im Zuge der allgemeinen Sparmaßnahmen weitere Kürzungen des Photovoltaik-Einspeisetarifs beschlossen. Bereits im Februar dieses Jahres ist eine Kürzung des Einspeisetarifs im Halbjahrestakt bis August 2014 verabschiedet worden. Nun wurde die Degression bis auf das Jahr 2019 ausgeweitet. Die Höhe der Tarifreduktion wird dabei abhängig von den jeweils aktuellen Anlagenpreisen halbjährlich berechnet. 

Von 2010 bis 2011 hatte sich, begünstigt durch einen attraktiven Einspeisetarif, die installierte Kapazität an Photovoltaik von 198 Megawatt auf 580 Megawatt erhöht. Bis zum Jahre 2014 hat sich Griechenland gegenüber der EU verpflichtet, eine kumulierte PV-Kapazität von 1.500 Megawatt installiert zu haben. Das Energieministerium sieht dieses Ausbauziel trotz der Verringerung der Einspeisevergütung nicht gefährdet, da bereits abgeschlossene Verträge zu fixen Einspeisetarifen bestünden, die den geplanten Ausbau gewährleisten würden.

Bislang hat der Ausgleich des defizitären Fördertopfes für erneuerbare Energien hauptsächlich die Photovoltaik in Form von Kürzungen des PV-Einspeisetarifs betroffen. In Zukunft ist aber zu erwarten, dass auch andere Erneuerbare-Energien-Technologien betroffen sein werden. Derzeit liegt die installierte Leistung an erneuerbaren Energien in Griechenland bei rund 2,4 Gigawatt. Sie setzt sich hauptsächlich aus Wind- und Photovoltaik-Anlagen gefolgt von kleineren Wasser- und Biomassekraftwerken zusammen.


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