Montag, 11. Juni 2012

WWF und Greenpeace präsentieren Studie zur Sanierung des EU-Klimaschutzsystems

LEXEGESE - Der Preis für eine Tonne CO2 hat mit aktuell 6,50 Euro einen historischen Tiefstand erreicht und bietet Unternehmen nach Auffassung von Greenpeace keine Anreize für klimafreundliche Investitionen. Die Wirtschaftskrise und Schlupflöcher für die Industrie hätten eine wahre Flut von Verschmutzungsrechten ausgelöst und den Emissionshandel ins Wanken gebracht. Die EU müsse jetzt dringend ihr zentrales Klimaschutzinstrument der neuen Lage anpassen.

A.Dreher / pixelio.de
Die » Studie von WWF und Greenpeace zeigt, dass im Jahr 2013 rund zwei Milliarden überschüssige Zertifikate das ETS massiv schwächen werden. Diese Anzahl entspreche fast den gesamten Emissionen aller vom ETS erfassten Anlagen für ein Jahr. Grund für die Schwemme seien die Wirtschaftskrise sowie enorme Mengen an Gutschriften aus Auslandsprojekten, welche nach Einschätzung von Greenpeace oft kaum etwas zum Klimaschutz beitragen.

Die Studie kommt zum Ergebnis, dass die vom EU-Parlament vorgeschlagene Maßnahme, rund 1,4 Milliarden Zertifikate nur kurzfristig aus dem Markt zu nehmen (set-aside), nicht ausreicht, um den CO2-Preis zu erhöhen. Stattdessen müssten die Zertifikate mindestens zehn Jahre stillgelegt und die jährliche Emissions-Minderungsvorgabe und damit das zu schwache europäische Klimaziel deutlich verschärft werden.

Quelle und weitere Inforationen: Greenpeace

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...