Mittwoch, 27. Juni 2012

Technik aktuell: Forschungsverbund für bessere Windenergieanlagen

Windenergieanlagen, die effizienter, kostengünstiger und leiser sind, erforschen das Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg, Hannover und Bremen (ForWind) und das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Zukunft auch gemeinsam. So wollen sie die Kapazität im Bereich der Windenergieforschung steigern und die deutsche Windenergieindustrie im internationalen Wettbewerb unterstützen. 


Petra Bork / pixelio.de

Bündeln von Kompetenzen und Netzwerken


Die drei Forschungseinrichtungen bündeln die Kompetenzen von über 600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der gesamten Bandbreite der Windenergie und decken so das gesamte System ab. Der Forschungsverbund erstreckt sich von Bremerhaven im Norden bis Oberpfaffenhofen im Süden über sieben Bundesländer. Gemeinsam können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler langfristige und strategisch wichtige Großprojekte von der Grundlagenforschung bis zur Anwendung umsetzen. Die aus den drei Institutionen gewachsenen Verbindungen zu Akteuren der Windenergie im In- und Ausland, zu Herstellern, Zertifizierern, Energieversorgern, zur Hafenwirtschaft, Logistik und zu Zulieferern gewährleisten eine anwendungsnahe Forschung und die Arbeit an Problemlösungen. Nur durch ein konzertiertes Vorgehen können Synergien optimal ausgebaut und ein langfristig nachhaltiges Wachstum geschaffen werden.


Umfangreiche Forschungsinfrastruktur


Durch die Kooperation kann vorhandene Forschungsinfrastruktur gemeinsam genutzt werden. Zur Verfügung stehen bereits Rotorblatt-Prüfstände für Blätter bis zu 90 Metern Länge, ein Faserverbundtechnikum, eine Klimakammer, Testmöglichkeiten für Offshore-Materialproben sowie eine Anlage für die automatisierte Herstellung von CFK-Rotorblättern. Zudem können zahlreiche Windkanäle und LiDAR-Systeme genutzt werden. Viele Anlagen, wie zum Beispiel ein Windtestfeld, ein Testzentrum für Tragstrukturen und ein Prüfzentrum für komplette Gondeln von Windenergieanlagen befindet sich derzeit im Aufbau.
Das DLR setzt seine Kompetenzen aus der Luftfahrt für die Windenergieforschung ein. Das Video zeigt, wie das DLR mit Know-how aus der Aerodynamik, der Aeroakustik und der Aeroelastik, aber auch aus der Materialforschung Windkraftanlagen leistungsstärker und leiser konstruieren möchte. Die automatisierte Produktion von Faserverbundbauteilen ist ein weiteres Themenfeld. Fernerkundungsdaten sorgen für präzisere Windvorhersagen.

Die Forschungseinrichtungen decken ein breites Spektrum an Kompetenzen ab: ForWind arbeitet zu ingenieurwissenschaftlichen und physikalischen Themen und ist wissenschaftlicher Partner in zahlreichen industriell ausgerichteten Projekten. Forschungsschwerpunkte liegen in der experimentellen und numerischen Modellierung von Windströmungen auf allen relevanten Skalen, der Auslegung von mechanischen und elektrischen Komponenten, dem Entwurf und der Fertigung von Tragstrukturen, sowie der Überwachung und Analyse des Betriebs von Windenergiesystemen. Das DLR setzt seine Kompetenzen aus der Luftfahrt für die Windenergieforschung ein. Mit Know-how aus der Aerodynamik, der Aeroakustik und der Aeroelastik, aber auch aus der Materialforschung können Windkraftanlagen leistungsstärker und leiser gebaut werden. Die automatisierte Produktion von Faserverbundbauteilen ist ein weiteres Themenfeld. Fernerkundungsdaten sorgen für präzisere Windvorhersagen. Die Forschungsgebiete des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES umfassen das gesamte Spektrum der Windenergie sowie die Integration der erneuerbaren Energien in Versorgungsstrukturen. Mehr Sicherheit für Betreiber und Investoren schaffen Methoden zur Systemvalidierung, die bereits vor der Prototypenphase greifen und die komplette Anlage betrachten.

© DLR


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Anmerkung der Herausgeber: Der Beitrag ist ursprünglich am 26. Juni 2012 im Online-Portal des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt erschienen. Wir bedanken uns für die Freigabe.

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