Donnerstag, 7. Juni 2012

Rumänien: Hohe Investitionen in Windenergie

Rumänien hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Investoren im Bereich Windenergie anziehen können. Der rumänische Verband der Energieversorger bestätigte aktuell eine Kapazität von 1.514 MW an installierter Windleistung. Ende 2011 waren es 1.000 MW, zum Jahresende 2012 wird mit einer Kapazität von 2.100 MW gerechnet. Derzeit ist CEZ, größter Stromversorger Tschechiens, der größte Investor im rumänischen Windenergiesektor. CEZ betreibt aktuell 388 MW an Windenergieleistung. Mit der Fertigstellung einer Anlage in Constanta würde das Unternehmen Ende 2012 über eine Leistung von über 600 MW verfügen. Ein Energieversorger aus der Schweiz plant in den kommenden zehn Jahren 250 Mio. Euro zu investieren. Aktuell wird über den Kauf von zwei Windparks verhandelt und weitere Investitionen im Wasserkraftsektor geprüft. Die E.ON AG wird im zweiten oder dritten Quartal 2012 entscheiden, ob die bestehenden Windenergieprojekte in Rumänien ausgebaut oder veräußert werden, sagte Frank Hajdinjak, CEO Rumänien, gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. E.ON ist in acht Projekten als Teilhaber oder Eigentümer tätig.

Die Regierung in Bukarest möchte bis 2020 Investitionen von fünf Mrd. Euro im Bereich Windenergie ins Land holen. Gefördert wird Windenergie über das Gesetz 220/2008. Dieses gewährt allen Erzeugern regenerativer Energie grüne Zertifikate pro Megawattstunde erzeugten Stroms für einen Zeitraum von 15 Jahren. Die Anzahl der Zertifikate ist technologieabhängig. Windenergieanlagen-Betreiber erhalten zwei grüne Zertifikate pro Megawattstunde. Der Preis pro Zertifikat liegt zurzeit zwischen 28 und 57 Euro. Bogdan Chiritoiu, Präsident des Wettbewerbsrats, betonte bei einer Konferenz in Bukarest, dass die aktuellen Projekte in diesem Bereich überwacht werden und bei Renditen über zwölf Prozent eine Reduzierung der Zertifikate für zukünftige Projekte vorgesehen ist. Das nationale Ziel für erneuerbare Energien ist ein 38-prozentiger Anteil am Brutto-Stromverbrauch bis 2020. Um den Anforderungen der steigenden Einspeisung von Windenergie gerecht zu werden, sind für die Erweiterung bzw. Erneuerung des Stromnetzes vom staatlichen Netzbetreiber Transelectrica SA 175 Mio. Euro an Investitionen vorgesehen.


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