Donnerstag, 7. Juni 2012

Neue dena-Marktstudie: Länderprofil Bosnien und Herzegowina

Bosnien und Herzegowina verfügt über gute einheimische Energieressourcen, während die Energieversorgung bisher wenig nachhaltig ausgestaltet ist, da die Vernetzung und Kooperation unter den Akteuren bisher gering ist und die Potenziale nicht ausgeschöpft werden. Aufgrund der ethnischen Differenzen im Land fehlt nach wie vor eine nationale Energiestrategie, jedoch haben die beiden Entitäten jeweils eine Linie ausgearbeitet, die eine Förderung erneuerbarer Energien beinhaltet. National besteht ein Plan zur Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen, die Erneuerbare im Gebäudesektor miteinbeziehen. Zudem gelten in der Republik Serbien seit 2012 Vergütungssätze für Strom aus erneuerbaren Energien, in der Föderation Bosnien und Herzegowina existieren diese bereits seit längerem. Der Energiemarkt des Landes ist zu 60 Prozent liberalisiert und soll ab 2015 vollständig geöffnet sein.

Die wichtigste heimische Ressource ist Kohle, über die rund 66 Prozent des Verbrauchs an Primärenergie gedeckt wird. Andere fossile Brennstoffe wie Erdgas und Rohöl werden importiert und nehmen rund 20 Prozent des Verbrauchs ein. Eine der wichtigen Primärenergieressourcen des Landes ist neben der Kohle die Wasserkraft. Deren Potenzial ist riesig, wovon das Land lediglich 40 Prozent gegenwärtig nutzt. Wasserkraft und die Windenergie sind per Regierungsentscheid die beiden erneuerbaren Energiequellen, die vorrangig entwickelt werden. Eine der vielversprechendsten, hauptsächlich traditionell genutzten Ressourcen, ist die Bioenergie und hierbei insbesondere die feste Biomasse. Hier besteht ein großes Ausbaupotenzial mit der für das Land bedeutenden Branche der Forst- und Holzwirtschaft. Als sehr attraktiv für Investitionen gestaltet sich auch die Solarenergie, die mit den existierenden Einspeisetarifen weitaus höher vergütet wird als andere Technologien. PV steht noch am Anfang, ihr wird jedoch eine starke Entwicklung bis 2050 zugeschrieben.

Das Länderprofil Bosnien und Herzegowina gibt Auskunft, durch welche Maßnahmen und durch welche Technologien die Energiegewinnung aus Erneuerbaren im Zielmarkt weiter ausgebaut werden soll.

Quelle und weitere Informationen: Exportinitiative Erneuerbare Energien


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