Mittwoch, 13. Juni 2012

Kroatien: Drastische Kürzung der Einspeisetarife

In Kroatien wird seit Anfang Juni erneuerbar erzeugter Solarstrom geringer vergütet. Während der Preis für eine durch Photovoltaik-Freiflächenanlagen erzeugte Kilowattstunde zuvor noch bei 0,52 Euro/kWh lag, fiel dieser seit Anfang des Monats auf nur noch 0,15 Euro/kWh. Weniger drastisch sind die Kürzungen für Solarstrom aus Aufdachanlagen, der nunmehr mit 0,35 Euro/kWh bei einer Peak-Leistung von bis zu zehn kWp und 0,22 Euro/kWh für zehn bis 30 kWp Leistung vergütet wird.

Gleichzeitig verlängerte die Regierung die Laufzeit der Einspeisevergütung von zwölf auf 14 Jahre. Zudem wird ein Bonus von 15 Prozent auf den geltenden Einspeisetarif gewährt, wenn für die Energieprojekte bestimmte local content Bedingungen eingehalten wurden.

In diesem Jahr gingen bisher weniger als ein MW an PV in Kroatien ans Netz. Auch unter den neuen Bedingungen geht die kroatische Regierung jedoch bis Ende des Jahres von Neuinstallationen von bis zu 15 MW aus.

Die Rolle der Photovoltaik wird ebenfalls aus anderer Perspektive in Kroatien an Bedeutung gewinnen. Das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) hat angekündigt 700 Mio. Euro in eine Produktionsstätte von PV-Modulen in Kroatien zu investieren, die 2015 in Betrieb gehen soll. Es kann angenommen werden, dass dieses Projekt das Interesse der Regierung an der Photovoltaik nachhaltig sichern wird.

Quellen und weitere Informationen: pv-magazineExportinitiative Erneuerbare Energien

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...