Montag, 11. Juni 2012

Bundesnetzagentur veröffentlicht Biogas-Monitoringbericht 2012

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 1. Juni 2012 ihren Bericht an die Bundesregierung über die Auswirkungen der Sonderregelungen für die Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz veröffentlicht. Zum Jahresende 2011 haben 77 Biogasanlagen 275 Mio. m³ Biogas in das Gasnetz eingespeist. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies eine Steigerung von 54 Prozent dar. Bezogen auf das Mengenziel für das Jahr 2020 (sechs Mrd. m³) werden jedoch erst 4,6 Prozent erreicht.

JuwelTop / pixelio.de
Eine Ursache für diese niedrige Quote sind, so die BNetzA, die mit fossilem Erdgas vergleichbar hohen Produktionskosten von 5,7 Cent/kWh. Die alleinige Betrachtung der Herstellungskosten von Biogas im Vergleich zu fossilem Erdgas sei jedoch nicht zielführend. Der Biogaserzeugungsprozess ist in jeder Wertschöpfungsstufe – Rohstoffbevorratung, Fermentation, Aufbereitung, Endproduktspeicherung und Verkauf – steuerbar und damit innerhalb der regenerativen Energien einzigartig. Beim politisch gewollten weiteren Ausbau der Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen könne Biogas einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die Angebotsstruktur der Nachfrage anzupassen. 

Den Biogas-Monitoringbericht legt die BNetzA der Bundesregierung jährlich zum 31. Mai vor. Die Bundesregierung überprüft auf Basis dieses Berichts die Sonderregelungen für die Einspeisung und den Transport von Biogas in Erdgasnetzen. Der Bericht beruht auf einer empirischen Erhebung bei Betreibern von Anlagen zur Biogasaufbereitung, Gasnetzbetreibern und Biogashändlern. Er enthält u.a. Daten zur Menge des eingespeisten Biogases, zur Kostenstruktur der Biogaseinspeisung, zu den erzielbaren Erlösen und zur Kostenbelastung der Netze.

Der Bericht ist auf der Internetseite der Bundesnetzagentur veröffentlicht.

Quelle: BNetzA


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