Freitag, 20. April 2012

Atomstrom: Nein Danke!

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Bei einem Atomstromgipfel hat die österreichische Regierung zusammen mit Umweltschutzorganisationen und der Energiewirtschaft eine Kennzeichnungspflicht von Atomstrom und ein selbst auferlegtes Verbot für Atomstromimporte ab dem Jahr 2015 beschlossen. Das heißt: Österreich wird ab 2015 völlig atomstromfrei sein!

In Zukunft darf also kein sogenannter „Graustrom“ (zur Zeit 14,7 Prozent) mehr in Österreich verkauft werden. Darüber hinaus soll ein Gütesiegel für den atomfreien Strom eingeführt werden. Ein direktes Verbot von Atomstromimporten ist allerdings auf Grund des Europarechts nicht möglich.

Österreich setzt sich damit, im Gegensatz zu Deutschland, aktiv für den europäischen Atomausstieg ein. Bundeskanzler Faymann forderte vor allem auch die Nachbarstaaten auf, sich klar gegen Atomenergie zu positionieren und die Lobbyeinflüße der Branche einzuschränken.

Man kann nur hoffen, dass die deutsche Regierung sich ein Beispiel an unserem südlichen Nachbar nimmt. Denn die deutsche Bevölkerung ist nicht nur von den unsicheren Atomkraftwerken in Deutschland bedroht. Die deutsche Bundesregierung könnte mit einem ähnlichen Signal an die europäischen Nachbarn in Frankreich, Schweiz, Tschechien, Belgien u.a. signalisieren, dass weite Teile der deutschen Bevölkerung sich auch von deren unsicheren Atommeilern, die zum Teil nur wenige Kilometer neben der deutschen Grenze stehen, bedroht fühlen. Gleichzeitig würde Deutschland die Atomstromproduzenten in den Nachbarländern dann nicht auch noch ökonomisch unterstützen.

Hier geht es zur Erklärung von Bundeskanzler Faymann:

Berlin, den 19.04.2012