Mittwoch, 4. Januar 2012

Polen: Regierung stellt Gesetzentwurf zu Erneuerbaren Energien vor

Am 2. Januar 2012 hat der polnische Wirtschaftminister Waldemar Pawlak einen neuen Gesetzentwurf zu erneuerbaren Energien vorgestellt.

Mit der neuen Gesetzgebung soll eine einheitliche und klare Regelung für die Erzeugung von Ökostrom geschaffen werden. Ziel ist es, neue Investitionen im Bereich der dezentralen Energieerzeugung zu fördern. Insbesondere sollen Anreize für die Entwicklung von Kleinanlagen auf Basis von lokal verfügbaren Ressourcen geschaffen werden. Auch sieht der Entwurf vor, Selbstversorger stärker zu fördern. Von dieser Regelung könnten besonders Biogasanlagenbetreiber profitieren.

Mit dem bereits 2010 verabschiedeten „Programm zur Biogasentwicklung 2010-2020“ verfolgt die Regierung das Ziel, bis zum Jahr 2020 mindestens eine landwirtschaftliche Biogasanlage pro Gemeinde zu installieren. Bei einer Anzahl von ca. 2.500 Gemeinden erschließt sich in Polen somit ein lukrativer Wachstumsmarkt, auch für deutsche Unternehmen der Biogas-Branche.

Der polnische Minister für Landwirtschaft Marek Sawicki ist zuversichtlich, dass die erneuerbaren Energien einen wichtigen Beitrag zur landwirtschaftlichen Entwicklung Polens leisten können. Er erhofft sich eine 50-prozentige Deckung des Energiebedarfs durch erneuerbare Energien bis 2050. Um diese Ziele zu erreichen soll in erster Linie das Genehmigungsverfahren vereinfacht werden. So sollen Kleinanlagen einen Vorrang beim Netzanschluss sowie eine Befreiung von der Konzessionierungspflicht erhalten.

Die öffentliche Konsultation des Gesetzentwurfs wird einige Zeit in Anspruch nehmen, Änderungsvorschläge werden in diesem Verfahren erwartet.

Quelle und weitere Informationen: IOZE, TheBioenergySite, Exportinitiative Erneuerbare Energien
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