Montag, 2. Januar 2012

Größter Windpark Chiles wird 2013 fertig gestellt

400 km nördlich von Santiago soll der größte Windpark Chiles mit einer Kapazität von 115 MW errichtet werden. Das Projekt wird von einem US-amerikanischen Unternehmen entwickelt, die Turbinen stammen von einem deutschen Unternehmen. Über einen 20-jährigen Abnahmevertrag wird der Strom an die Kupfermine „ Minera Los Pelambres“ des Unternehmens AMSA veräußert. Die Bauphase soll Anfang 2012 starten, 2013 soll der Windpark in Betrieb gehen.

In Chile investieren und beteiligen sich Bergbauunternehmen vermehrt an Erneuerbare-Energie-Projekten. Oft wird der Strom aus Wind- und PV-Anlagen direkt vor Ort genutzt.

Der Windsektor spielt im liberalisierten Strommarkt des Landes eine immer wichtigere Rolle. Ende 2010 betrug die installierte Leistung 170 MW. Ein weiteres Projekt mit einer Kapazität von über 120 MW wird derzeit von der Umweltbehörde des Landes geprüft. Dieser Windpark wird ein Investitionsvolumen von 250 Mio. US-Dollar haben und soll in das zentrale Stromnetz einspeisen.

Angesichts steigender Stromverbräuche und den negativen Effekten des Klimawandels auf die vorhandenen Wasserkraftkapazitäten setzt die Regierung des Landes auf den Ausbau der erneuerbaren Energien über verbindliche Quoten für die Energieversorger. Sie sind verpflichtet bis 2014 einen Anteil von fünf Prozent ihres Stromangebots über "nicht-konventionelle erneuerbare Energieträger" ("energías renovables no convencionales") - die große Wasserkraft zählt nicht zu dieser Kategorie - zu erzeugen. Bis 2024 steigt diese Quote jährlich, 2042 müssen dann insgesamt zehn Prozent des veräußerten Stroms über Biomasse, Geothermie, Solar-, Wind- oder Wellenenergie erzeugt werden.

Quelle und weitere Informationen: Exportinitiative Erneuerbare Energien

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