Mittwoch, 4. Januar 2012

Energiewende: 75 Mrd. EUR Investitionsbedarf für energetische Sanierung von Gebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur

Im Zeitraum von 2012 bis 2020 besteht nach Einschätzung der KfW in den Gebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur ein Investitionsbedarf von mindestens 75 Mrd. EUR, um alle modernisierungsbedürftigen Gebäude auf das energetische Niveau eines Neubaus nach der Energieeinsparverordnung 2009 zu sanieren. Mit 27 Mrd. EUR bestehe der mit Abstand größte energetische Sanierungsbedarf in Schulen. In Sporthallen müssen 7 Mrd. EUR investiert werden und in Pflegeeinrichtungen 6,1 Mrd. EUR. 
 
Ein erheblicher Investitionsbedarf bestehe zudem in Neubauten: Bis 2020 müssen in der kommunalen und sozialen Infrastruktur rund 22.600 Gebäude neu errichtet werden, was insgesamt rund 50 Mrd. EUR kosten wird. Der größte Neubaubedarfs in Höhe von 14 Mrd. EUR besteht bei Sporthallen, da es v.a. in den neuen Bundesländern zu wenig Hallen gibt, und Pflegeeinrichtungen mit 9,7 Mrd. EUR; durch die zunehmende Alterung der Gesellschaft wächst der Bedarf. 8,2 Mrd. EUR müssen in den Bau von Schulen investiert werden. Durch viele neue Wohngebiete sowie durch die Umstrukturierung innerhalb des Schulsystems sind die Investitionen notwendig.

Im gesamten Bundesgebiet gibt es derzeit in der kommunalen und sozialen Infrastruktur ca. 300.000 Gebäude mit einer Bruttogrundfläche von rund 313 Mio. m². Die größte Anzahl an Gebäuden entfällt auf Schulen (53.500), gefolgt von Bereitschafts- und Rettungsdiensten (35.600), Kindertagesstätten (35.000), Sporthallen (33.000) sowie Umkleidegebäuden (28.500) und Verwaltungsgebäuden (25.350).

Um Kommunen bei der Finanzierung des energetischen Bedarfs zu helfen, bietet die KfW Kommunen durch den Bundeshaushalt verbilligten Darlehen an (Zinsen derzeit ab 0,2 % p.a.). Gemeinnützige Organisationen erhalten Förderkredite bereits ab 1 % p.a.

Quelle und weitere Informationen: KfW
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