Montag, 5. Dezember 2011

Projektfinanzierung für Offshore Windpark EnBW Baltic 1 strukturiert und abgeschlossen

Bereits seit Mai 2011 liefert der Windpark EnBW Baltic 1 grünen Strom aus der Ostsee – seit Freitag steht auch dessen langfristige Finanzierung: Ein Bankenkonsortium bestehend aus der Europäischen Investitionsbank (EIB), KfW IPEX-Bank, Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und NIBC Bank N.V. gewährt der gemeinsamen Projektgesellschaft EnBW Baltic 1 GmbH & Co. KG von EnBW und 19 Stadtwerken ein Darlehen in Höhe von 138 Mio. EUR. Die langfristige Projektfinanzierung löst eine Vorfinanzierung ab.

Die Gesamtinvestitionskosten für Deutschlands ersten kommerziellen Offshore-Windpark belaufen sich auf rund 200 Mio. EUR. EIB, KfW IPEX-Bank, LBBW und NIBC Bank N.V. – für die Finanzierung allesamt in Funktion des Mandated Lead Arrangers – stellen die Fremdkapital-Finanzierung nun über langfristige Kredite sicher. Hierbei wird das von der EIB bereits im März des Jahres zugesagte Darlehen in Höhe von 80 Mio. EUR in die Projektfinanzierung eingebunden und zum Teil durch die kommerziellen Banken garantiert. Zusätzlich stellen KfW IPEX-Bank, LBBW und die NIBC Bank N.V. ein Darlehen in Höhe von 58 Mio. EUR zur Verfügung. Die KfW IPEX-Bank fungierte in dieser Transaktion als Documentation Agent sowie als Technical- und Modelling Bank. Die Rolle des Facility- und Security Agents wird von der LBBW übernommen. Die NIBC Bank N.V. agierte als Insurance Bank.

Der Offshore Windpark liegt 16 km vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns, nördlich der Halbinsel Darß/Zingst in der deutschen 12-Seemeilen-Zone der deutschen Ostsee. Auf einem Areal von rund sieben Quadratkilometern erzeugen 21 Siemens-Windenergieanlagen eine Spitzenleistung von 48,3 Megawatt. Die auf See gewonnene Energie von jährlich netto etwa 185 Gigawattstunden wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Umgerechnet 50.000 Haushalte können damit ihren Bedarf decken.

Quelle: KfW
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