Mittwoch, 21. Dezember 2011

Neue dena-Marktstudie: Länderprofil Ungarn

Ungarns Energieversorgung ist etwa zur Hälfte von fossilen Brennstoffen abhängig. Mit der kürzlich formulierten National Energy Strategy werden den Erneuerbaren aber zukünftig eine größere Bedeutung im heimischen Energiemix zugesprochen. Als Mitgliedsstaat der Europäischen Union hat sich Ungarn im Rahmen der nationalen Umsetzung der EU-Richtlinie 2009/28/EG dazu verpflichtet, den Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch von etwa 6,6 Prozent in 2008 auf 13 Prozent im Jahr 2020 zu steigern. Nach eigenen Angaben möchte das Land diesen Anteil sogar auf 14,65 Prozent in 2020 erhöhen.

Bioenergie ist mit Abstand die wichtigste regenerative Energiequelle Ungarns. Das Land setzt hier auf eine weitere Verstärkung. Der Verbrauch von fester Biomasse soll bis 2020 um rund 50 Prozent sowohl in der Strom- als auch Wärmeerzeugung gesteigert werden. Einen starken Ausbau erfährt auch die bisher geringe Nutzung von Biogas zur Wärmeerzeugung. Zudem soll Biogas als Kraftstoff im Transportsektor Verwendung finden.

Die Geothermie ist neben der Bioenergie ebenfalls eine wichtige Energiequelle des Landes. So liegt Ungarn sogar in der direkten geothermischen Wärmenutzung europaweit an der Spitze. Dies soll weiter ausgebaut werden. Auch soll die noch am Anfang stehende Stromerzeugung aus Geothermie zukünftig einen wichtigen Platz einnehmen. Die Nutzung der Solarenergie, sowohl zur Strom- als auch Wärmeerzeugung, wurde ebenfalls in den letzten Jahren gesteigert. Darüberhinaus bietet die Windenergie Potenziale, die bis 2020 mehr als verdoppelt werden soll.

Als Hauptförderinstrument existieren in Ungarn bereits seit längerem Einspeisetarife für erneuerbare Energien. Ein verbessertes Tarifsystem in 2012, das als Neuerung die Tarife auf 15 Jahre festlegt, soll die Erneuerbaren weiter vorantreiben.

Das Länderprofil Ungarn gibt Auskunft durch welche Maßnahmen und Technologien die Energiegewinnung aus Erneuerbaren zur Stromerzeugung, Wärmeversorgung und Kühlung und zur Treibstoffversorgung im Transportsektor bis 2020 weiter ausgebaut werden soll.

Quelle und weitere Informationen: Exportinitiative Erneuerbare Energien

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