Mittwoch, 14. Dezember 2011

Neue dena-Marktstudie: Länderprofil Portugal

Portugal ist zur Deckung seines Energiebedarfs in nicht unerheblichem Maße abhängig vom Import fossiler Brennstoffe, verfügt aber im Gegenzug auch über reichhaltige erneuerbare Energieressourcen. Erdöl, das bspw. zu 100 Prozent importiert werden muss, ist nach wie vor der wichtigste Primärenergieträger des Landes, gefolgt von Erdgas und Kohle. Als Mitgliedsstaat der Europäischen Union hat sich Portugal im Rahmen der nationalen Umsetzung der EU-Richtlinie 2009/28/EG dazu verpflichtet, den Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch von etwa 23 Prozent in 2008 auf 31 Prozent im Jahr 2020 zu steigern.

Das europäische Land auf der iberischen Halbinsel bietet generell gute Voraussetzungen für die verschiedenen regenerativen Energietechnologien. Das Hauptförderinstrument für erneuerbare Energien in Portugal ist ein Einspeisetarifsystem. Besonderes Augenmerk wird auf den Ausbau der Kapazitäten im Bereich kleiner und kleinster erneuerbarer Energieerzeuger gelegt. Die Regularien für diese sogenannte Mini- und Mikroerzeugung wurden erst in den letzten Jahren festgelegt. Hier bieten sich besondere Geschäftsmöglichkeiten für private Investoren.

Windenergie ist die Energieform mit dem größten Potenzial in Portugal. Der Ausbau soll vor allem Onshore, aber auch zum Teil Offshore erfolgen. Zudem ist Portugal eines der sonnenreichsten Länder in Europa. Dadurch, und durch gute Förderbedingungen, hatte der Markt für Photovoltaik in den letzten Jahren hohe Wachstumsraten. Auf der solarthermischen Wärmegewinnung liegt ebenfalls ein Fokus der portugiesischen Regierungen. Für Neubauten und im Zusammenhang mit Mikroproduktionsanlagen ist deren Installation verpflichtend. Bisher werden die land-, forst- und viehwirtschaftlichen Ressourcen nur ungenügend zur Energiegewinnung genutzt. Es bestehen hier ebenfalls noch große Potenziale.

Das Länderprofil Portugal gibt Auskunft durch welche Maßnahmen und Technologien die Energiegewinnung aus Erneuerbaren zur Stromerzeugung, Wärmeversorgung und Kühlung und zur Treibstoffversorgung im Transportsektor bis 2020 weiter ausgebaut werden soll.

Quelle und weitere Informationen: Exportinitiative Erneuerbare Energien 

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