Donnerstag, 8. Dezember 2011

Emissionshandel: Umweltbundesamt teilt Airlines kostenlose Zertifikate zu

Die Deutschland zugeordneten Airlines erhalten in diesen Tagen erstmals einen Bescheid über ihre CO2-Zertifikate. Damit erfahren die Unternehmen, welche Anzahl an Zertifikaten ihnen für den europäischen Emissionshandel bis 2020 zusteht. 

Zunächst werden 85 Prozent der zur Verfügung stehenden Zertifikate kostenlos an Luftfahrzeugbetreiber ausgegeben, 2013 sinkt die Anzahl auf 82 Prozent. Diese kostenlosen Zertifikate – basierend auf den durchschnittlichen Emissionen des Luftverkehrs in den Jahren 2004 bis 2006 – werden nach europaweit einheitlichen Regeln an die betroffenen Luftfahrzeugbetreiber aus der EU und Drittstaaten vergeben. In Deutschland ist hierfür die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt (UBA) zuständig. Die restlichen Zertifikate müssen die Betreiber am Markt zukaufen, um ihre Emissionen vollständig abzudecken. Insgesamt teilt die DEHSt für das Jahr 2012 42,8 Millionen Zertifikate sowie für die Jahre 2013-2020 jeweils 40,5 Millionen Zertifikate zu. Diese haben nach aktuellen Marktpreisen einen Wert von insgesamt etwa drei Milliarden Euro.

Die vorerst weitgehend kostenlose Zuteilung bis 2020 soll die finanzielle Belastung für Passagiere durch den Emissionshandel relativ gering halten. Seit 1990 haben sich die Emissionen der Luftfahrt EU-weit fast verdoppelt. Der Emissionshandel soll dem entgegenwirken. Das System begrenzt den CO2-Ausstoß von Flügen nach, in und von Europa und berücksichtigt damit rund ein Drittel der weltweiten Emissionen des Luftverkehrs. Es werden also auch Nicht-EU-Airlines in die Verantwortung genommen.

Quelle und weitere Informationen: DEHSt
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