Freitag, 25. November 2011

Ruanda: Belgische Entwicklungsagentur will geothermische Potenziale belegen

Der ostafrikanische Staat Ruanda hat sich zum Ziel gesetzt, die Stromerzeugungskapazitäten durch geothermische Kraftwerksprojekte bis 2017 auf 300 MW auszubauen.

Die belgische Entwicklungsagentur plant nun die Prüfung vorhandener geothermischer Potenziale durch Probebohrungen. Hierzu sollen 55 Mio. Euro in den drei kommenden Jahren verwendet werden. Die in Brüssel ansässige Agentur hofft, so Investoren in das ostafrikanische Land bringen zu können. Die Bohrungen sollen aufzeigen, dass die anvisierte Kapazität von 300 MW auch aufgebaut werden kann.

Mit den zukünftig geplanten Energieprojekten möchte die ruandische Regierung den gegenwärtigen Strompreis halbieren und die Ölimportabhängigkeit des Landes verringern. Nach Angaben der belgischen Entwicklungsagentur wird es möglich sein, unter der Nutzung geothermischer Ressourcen, Wasserkraft, Gasvorkommen und weiteren Energieträgern Stromerzeugungskapazitäten in Höhe von 300 bis 600 MW bis zum Jahr 2017 aufzubauen. Gegenwärtig sind Stromerzeugungskapazitäten von ca. 100 MW in Betrieb, die sechs Prozent der Bevölkerung mit Strom versorgen.

Quellen und weitere Informationen: Bloomberg, BTC, Exportinitiative Erneuerbare Energien
 
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